{"id":12709,"date":"2022-01-17T06:11:48","date_gmt":"2022-01-17T06:11:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.actreme.com\/?p=12709"},"modified":"2025-04-16T08:18:56","modified_gmt":"2025-04-16T08:18:56","slug":"kilimanjaro-tour","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maikbecker.ch\/index.php\/2022\/01\/17\/kilimanjaro-tour\/","title":{"rendered":"On Top auf dem Kilimanjaro"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row][vc_column][vc_column_text el_class=&#8220;&#8220; css=&#8220;&#8220;]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">sport. adventure. travel. Das Thema von ACTREME. Endlich ist es wieder mal soweit. Gemeinsam mit Thomas bin ich nach kurzer Planung unterwegs zum Flughafen. Ein grauer Oktobertag 2020. Am Airport herrscht gespenstige Stille. Wir haben es geschafft und sind am Gate!!! Nach der Flugabsage gestern, ein Lichtblick am regenverhangenen Himmel \u00fcber Z\u00fcrich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wohin geht die Reise? Dem Gesichtsschutz nach zu urteilen irgendwo ins All. Tats\u00e4chlich bringt uns der f\u00fcr 20 Passagiere etwas \u00fcberdimensionierte Flieger \u00fcber Doha zum Kilimanjaro Airport. Welche Abenteuer warten am h\u00f6chsten Berg Afrikas auf uns?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Anreise in Covid-19 Zeiten. <\/strong>Wie fliegt es sich eigentlich momentan so? Diese Frage haben wir uns nat\u00fcrlich vor der Reise nach Tansania auch gestellt. Und nachdem der urspr\u00fcnglich geplante Flug am Vortag abgesagt wurde, sind wir etwas z\u00f6gerlich in Richtung Flughafen aufgebrochen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-12936 size-large\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/flug-kilimanjaro-tour-1024x341.png\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"341\" srcset=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/flug-kilimanjaro-tour-1024x341.png 1024w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/flug-kilimanjaro-tour-600x200.png 600w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/flug-kilimanjaro-tour-300x100.png 300w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/flug-kilimanjaro-tour-768x256.png 768w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/flug-kilimanjaro-tour.png 1500w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das erste Segment von Z\u00fcrich nach Doha flogen wir luxuri\u00f6s mit ausreichend Abstand. Das liess sich bei 16 Passagieren in einem Airbus A 350 mit Kapazit\u00e4t von 280 (!) Sitzpl\u00e4tzen leicht bewerkstelligen. Die Crew in komplett weisser Schutzh\u00fclle mit Brille und Mundschutz k\u00fcmmert sich bestens um jeden einzelnen Fluggast. Gef\u00fchlt war ja auch pro Passagier ein Flugbegleiter zust\u00e4ndig. Beim Essen in gewohnter Qatar Qualit\u00e4t hat es ebenfalls an nichts gefehlt. Die f\u00fcnfeinhalb Stunden vergingen sprichw\u00f6rtlich wie im Fluge.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Flughafen Doha trafen wir dann auf ein \u00fcberraschendes Gewusel. Nicht ganz das \u00fcbliche Aufkommen, aber doch gesch\u00e4ftiges Treiben. L\u00e4den, Restaurants und alle Unterhaltungseinrichtungen sind ge\u00f6ffnet. Selbst gegen Mitternacht ist bis auf Maskentragen nicht viel anders als sonst.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Flug von Doha nach Dar es Salaam war gut gebucht. Wir hatten eine Dreier-Sitzreihe f\u00fcr uns. Generell wurden die Mittelsitze nicht zwingend freigehalten. Abflug war kurz nach Mitternacht. W\u00e4hrend der gesamten Nacht wurde von Snacks \u00fcber Getr\u00e4nke bis hin zum Flugzeugfr\u00fchst\u00fcck laufend etwas serviert. Wir sch\u00e4tzen die Bem\u00fchungen der Crew, allerdings ist an Schlafen so nicht zu denken. Die Pflicht, das Schutzvisier und Maske zu tragen, wird tats\u00e4chlich von den meisten eingehalten. Kontrolliert wird das von der Crew nur sporadisch. Richtig \u00fcberm\u00fcdet erreichen wir die Hauptstadt Tansania&#8217;s bei Sonnenaufgang.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach Ankuft wird das Gesundheitsformular (das sich \u00fcbrigens nicht gravierend vom normalen Einreiseformular unterscheidet) bei einer netten Dame mit Fieberthermometer abgegeben. 36.2\u00b0C. Puhhh. Zum Gl\u00fcck nicht noch etwas eingefangen. Die Visabeh\u00f6rde m\u00f6chte die USD 50 Einreisegeb\u00fchr und schon sind wir aus dem Flughafen raus. Ein freundlicher Mitarbeiter hat uns noch darauf hingewiesen, dass wir von nun an keine Maske mehr brauchen. In Tansania besteht keine Tragepflicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vom Inlandsflughafen aus heben wir kurze Zeit sp\u00e4ter wieder in einer gut besetzten Propellermaschine ab und erreichen nach kurzer Flugdauer den Kilimanjaro Airport. Unterwegs zeigte sich uns der schneebedeckte Gipfel zum ersten Mal.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir haben w\u00e4hrend insgesamt 18 Stunden die neue Form des Reisens getestet. So sehr unterscheidet die sich nicht von der bisherigen. Maske und Schutzschild bei Qatar, andere Regelungen je nach Fluggesellschaft oder Destination. Das sollte uns aber nicht vom Reisen abhalten. Ein bereicherndes Erlebnis ist es nach wie vor. Und: es wird ein Leben nach den Einschr\u00e4nkungen geben. Ganz bestimmt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Chaffeur Willi hat uns im 4&#215;4 Safarijeep sicher zur Mbahe Farm kutschiert. Gelassen \u00fcber Stock und Stein. Bei einem kurzen Lockerungsspaziergang durch die Plantagen mit Kaffee, Bananen, Avocados, Tomaten, riesigen Eukalyptusb\u00e4ume etc. dominiert die Farbe gr\u00fcn. Alles saftig und in voller Pracht, soweit das Auge reicht. Hier oben auf 1800 Metern \u00fc. M. werden wir die kommenden zwei N\u00e4chte verbringen und uns akklimatisieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-12941 size-large\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/markt-kilimanjaro-tour-1024x341.png\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"341\" srcset=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/markt-kilimanjaro-tour-1024x341.png 1024w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/markt-kilimanjaro-tour-600x200.png 600w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/markt-kilimanjaro-tour-300x100.png 300w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/markt-kilimanjaro-tour-768x256.png 768w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/markt-kilimanjaro-tour.png 1500w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Tag der Vorbereitung<\/strong><strong><br \/>\n<\/strong>Unser Sonntag beginnt um 6.30 Uhr bei einem frisch ger\u00f6steten Kaffee, bevor es auf einen kurzen Spaziergang durch die Plantagen am Rande des Kilimanjaro Nationalparks geht. Bei klarem Himmel wollen wir es uns nicht nehmen lassen, den Gipfel aus der Ferne zu bestaunen. Ein atemberaubender Anblick. Dieser freistehende Koloss mit der bezuckerten Schneekuppe beeindruckte bereits vor seiner Erstbesteigung 1889 Abenteurer aus der ganzen Welt. In diesen Tagen ist es ruhig auf den sieben Routen zum Gipfel. Simon Mtuy, Inhaber einer Reiseagentur hat wieder mehr Zeit, sich individuell um seine G\u00e4ste zu k\u00fcmmern. Er sieht das auch als Chance, sich auf die wesentlichen Dinge zu konzentrieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Simon ist aufgewachsen hier im Mbahe Village am Fusse des Kilimanjaro als eines von zehn Kindern. Er musste schnell Verantwortung \u00fcbernehmen. Mit dreizehn Jahren begann am Kili als Porter zu arbeiten. So konnte er seine Familie finanziell unterst\u00fctzen. Wie viele Male er auf dem Gipfel stand, hat er l\u00e4ngst aufgeh\u00f6rt zu z\u00e4hlen. Bekannt wurde Simon als Rekordhalter f\u00fcr den schnellsten Auf- und Abstieg ohne Support von aussen. Das bedeutet, er hat Verpflegung, Kleidung etc. selbst getragen. Die Zeit von 9.19 Stunden aus dem Jahr 2006 steht nach wie vor in den Rekordb\u00fcchern. F\u00fcr uns Otto-Normalos sind f\u00fcnf Tage das Minimum. Abgel\u00f6st wurde er von Kilian Jornet und dieser widerum von Karl Egloff, die beide allerdings mit externer Unterst\u00fctzung unterwegs waren. Heute f\u00fchrt er uns voller Stolz durch die L\u00e4ndereien rund um seine Farm und erkl\u00e4rt uns Besonderheiten des Kilimanjaro Nationalparks.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist wichtig, sich bei solchen Expeditionen auf alle beteiligten Personen verlassen zu k\u00f6nnen. Ehemalige Gipfelg\u00e4nger werden den Kilimanjaro als easy Bergtour in Erinnerung haben. Andere schreiben mir, dass sie es nicht bis zum Gipfel geschafft haben. Es bedarf den n\u00f6tigen Respekt gegen\u00fcber allen Besteigungen, speziell hier an Afrika&#8217;s h\u00f6chstem Berg. Von den etwa 200 Toureng\u00e4ngern pro Tag in den vergangenen Jahren erreichten nur etwa 60 Prozent den Uhuru Peak, die h\u00f6chste Spitze auf 5895 Meter. Verschiedene Faktoren beeinflussen den Aufstieg. Von Trekking-Agenturen gern als Wandertour f\u00fcr jedermann angeboten, ist eine gute Vorbereitung unabdinglich. Die Besteigung wird oft untersch\u00e4tzt. Es geht auf knapp 6000 Meter. Und da gibt es nichts sch\u00f6nzureden. Die H\u00f6he und der damit verbundene, abnehmende Sauerstoff-Partialdruck sind f\u00fcr uns Menschen limitierend. Wie werden wir mit den unwirtlichen Umst\u00e4nden zurechtkommen? Werden wir das Ziel erreichen? Ab sofort dokumentiert ein t\u00e4glicher Check unseren Zustand. Sauerstoffgehalt 95 Prozent, Herzfrequenz 55. Alles im Lot.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was macht diese Reise so speziell? Thomas sch\u00e4tzt die Ruhe und den Abstand zur aktuellen Situation sehr. Wir haben eine Abmachung. W\u00e4hrend der gesamten Tour wird nicht \u00fcber das Thema Corona geredet. News werden nicht aktiv angeschaut. Nat\u00fcrlich kann man sich dem nicht entziehen. Wir werden darauf angesprochen. Entgehen aber l\u00e4ngeren Diskussionen. Egal welche Bew\u00e4ltigungsstrategie man verfolgt: etwas Abstand tut gut. Ein echtes Corona Time Out. F\u00fcr ein paar Tage Flucht aus der Realit\u00e4t. Das ist es doch, was Reisen so toll macht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein weiterer Punkt, der den Zufriedenheitspegel noch etwas mehr anhebt, ist das Essen. Zu den Mahlzeiten werden wir regelrecht verw\u00f6hnt. Zum Fr\u00fchst\u00fcck geniessen wir frische Fr\u00fcchte, Bananenbrot, Avocados, hausgebackemes Brot, frischen Fruchtsaft und Swahili Omelette. Zum Mittag eine ausgewogene Suppe und ein geschmacksintensiver Salat, Kartoffeln und Gem\u00fcse f\u00fcllen den Magen. Und beim Abendessen vier G\u00e4nge mit Reis und Poulet als Hauptkomponente. Ich k\u00f6nnte jetzt stundenlang \u00fcber das Essen schw\u00e4rmen. Das beste daran ist: es kommt alles aus dem Garten und von den Feldern rund um das Haus. Angebaut ohne zus\u00e4tzliche k\u00fcnstliche Wachstumsmittel.\u00a0 Einfach und gut. Und extrem nahrhaft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-12938 size-large alignnone\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/gruppe-kilimanjaro-tour-1024x341.png\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"341\" srcset=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/gruppe-kilimanjaro-tour-1024x341.png 1024w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/gruppe-kilimanjaro-tour-600x200.png 600w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/gruppe-kilimanjaro-tour-300x100.png 300w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/gruppe-kilimanjaro-tour-768x256.png 768w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/gruppe-kilimanjaro-tour.png 1500w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu uns hat sich Ted, ein Amerikaner gesellt. Er wird mit uns die Tour in Angriff nehmen. Zu seiner Person und was er hier macht, sp\u00e4ter mehr.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Rucks\u00e4cke sind gepackt. Es kann losgehen!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Aufbruchstimmung &#8211; Tag 1 am Berg. <\/strong>Fr\u00fch morgens herrscht bereits hektisches Treiben auf der Mbahe Farm. Die Guides und Porter sind damit besch\u00e4ftigt, das Equipment zu verpacken. Wir nehmen nur die notwendigsten Dinge mit. W\u00e4hrend bei anderen Trekkings Zelte, Tische und St\u00fchle, Kocher ja selbst Campingtoiletten mitgeschleppt werden, g\u00f6nnen wir uns auf der Marangu Route den Luxus von \u00dcbernachtungen in H\u00fctten. Dieser Trek tr\u00e4gt auch den Beinamen Coca Cola Route. Sie ist die einfachste und am meisten begangene. Optimal f\u00fcr unsere &#8222;Entspannungsreise&#8220;. Das Ziel ist es, den Gipfel zu erreichen. Auf dem Weg dahin m\u00fcssen wir nichts beweisen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir verabschieden uns von Simon f\u00fcr ein paar Tage. Nach einem kurzen Zubringerweg durch die fruchtbaren vulkanerdenen Felder stehen wir vor dem Marangu Gate, dem Eingang zur gleichnamigen Route. Die Souvenirshops, Trekkingausstatter und Teestuben rechts und links der Strasse sind g\u00e4hnend leer. Touristen werden dringend ben\u00f6tigt. Wie in den meisten Teilen der Erde gibt es f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung hier keine Unterst\u00fctzung durch den Staat. Die letzte Gruppe, die sich Richtung Gipfel aufgemacht hat, passierte den Ort Marangu vor zwei Tagen. Zu normalen Zeiten starten hier jeden Morgen \u00fcber hundert Abenteuersuchende. Auf uns wirkt die Atmosph\u00e4re sehr entspannt. Ruhe, kein Stress bei der Beh\u00f6rde, die mit einem Stempel unseren Zugang zum Nationalpark sichert. \u00dcber eine Stunde warten wir, bis die Formalit\u00e4ten erledigt sind. Die Internetverbindung ist grad schlecht bis inexistent. Aber was ist schon eine Stunde. Die Gelassenheit ist l\u00e4ngst auf uns \u00fcbergeschwappt. Pole, pole.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Noch ein paar Erinnerungsfotos am Eingangstor zum Park und schon sind wir auf dem Weg. Mit uns die beiden Guides Jackson und Manasse. Und Ted, ein 46j\u00e4hriger Amerikaner aus Idaho. Wie kommt ein Amerikaner nach Tansania? Die Reisesituation \u00fcber den grossen Teich ist im Moment ja auch nicht die beste. Ted hat uns auf der Farm bereits erwartet. Er ist seit 19 Monaten in der Welt unterwegs. Gestartet in seiner Heimat auf einem Motorrad mit Ziel Ushuaia am s\u00fcdlichsten Ende des amerikanischen Kontinents, hat er das Gef\u00e4hrt Anfang 2020 in S\u00fcdafrika durch ein Fahrrad ersetzt. Das Motorrad steht in einer Garage in Uruguay. \u00dcber den Weg auf dem amerikanischen Kontinent kann er bereits B\u00e4nde schreiben. Mit dem Rad hat er als Ziel Kairo anvisiert. Nach dem weltweiten Shutdown im Fr\u00fchjahr 2020 blieb er in Sambia h\u00e4ngen. F\u00fcr sechs Monate! W\u00e4hrend dieser Zeit hat er mittels Spenden aus den USA eine Bibliothek an einer Schule in Livingston aufgebaut. Nebenher schreibt er eine monatliche Kolumne f\u00fcr seine Heimatzeitung. Es gibt sie also noch, die Weltreisenden. Ich bin immer wieder fasziniert von diesen alternativen Lebensmodellen. Wann er nach Hause zur\u00fcckkehrt, l\u00e4sst er offen. Von Tansania aus geht es weiter \u00fcber Kenia gen Norden. Und in Montevideo hat er zur Not noch sein Motorrad stehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unsere heutige Tagesstrecke betr\u00e4gt neun Kilometer. Auf einfachen, bestens pr\u00e4parierten Wanderwegen durch den Regenwald kommen wir mit kleinen Schritten gut voran. Nur nicht zu schnell an H\u00f6he gewinnen. Total 1000 H\u00f6henmeter Zuwachs sind gut machbar. Herden von Blue Monkeys, eine in Zentralafrika weit verbreitete Art der Primaten, schwingt sich unweit des Weges durch die Baumkronen. Wir enden am Mandara Camp auf 2700 Meter. Die erste Nacht sollte noch keine Kopfschmerzen bereiten. H\u00f6henanpassung der einfachen Art.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wer von Afrika das Bild eines heissen Kontinents im Kopf hat, war noch nie am Kilimanjaro. Wir befinden uns nur wenige Breitengrade s\u00fcdlich des \u00c4quators. Sobald die Sonne verschwindet, wird es richtiggehend kalt. Zum Wandern optimal, im Camp holen wir M\u00fctze und Handschuhe raus. Im Kegel der Stirnlampe wird bereits der Atem sichtbar.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Mandara H\u00fctten sind gr\u00f6sstenteils belegt mit Milit\u00e4rangeh\u00f6rigen, die in der vergangenen Woche bei der Brandbek\u00e4mpfung im Einsatz waren. Unweit des Camps sehen wir die schwarzen, verkohlten H\u00e4nge. Der Brand hat eine Schneise von \u00fcber 19 Kilometern durch das Moorland gezogen. Das d\u00fcrre Gras und wechselnde Winde haben die Flammen unberechenbar gemacht. Mittlerweile sind die Brandherde erloschen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am Einstiegstag kam niemand an seine Grenzen. Die Guides nehmen immer wieder Tempo raus. Pole, pole. Das Motto wird uns die n\u00e4chsten Tage noch begleiten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-12943 size-large\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/simon-kilimanjaro-tour-1024x341.png\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"341\" srcset=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/simon-kilimanjaro-tour-1024x341.png 1024w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/simon-kilimanjaro-tour-600x200.png 600w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/simon-kilimanjaro-tour-300x100.png 300w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/simon-kilimanjaro-tour-768x256.png 768w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/simon-kilimanjaro-tour.png 1500w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>An den H\u00e4ngen des Kilimanjaro &#8211; Tag 2 am Berg. <\/strong>6 Uhr. Kein Wecker notwendig. Im Camp sind die ersten Stimmen zu h\u00f6ren. Sp\u00e4ter am gestrigen Abend erreichte noch eine Gruppe Tansanier indischer Abstammung die H\u00fctten. 26 Trekker aller Alters mit 30 Guides, Porter, K\u00f6chen. Diese Gruppenst\u00e4rke grenzt in den speziellen Zeiten schon fast an eine V\u00f6lkerwanderung. Das Motto der bunten Truppe f\u00fcr den Gipfel ist &#8222;schau mer mal&#8220;.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich entscheide mich f\u00fcr einen kurzen Lauf vor dem Fr\u00fchst\u00fcck. Thomas bleibt lieber noch etwas in seinem warmen Schlafsack. Und Ted tr\u00e4umt bereits vom Fr\u00fchst\u00fcck. Als ich nach 45 Minuten zur\u00fcck ins Camp komme, stehen Sch\u00fcsseln mit warmem Wasser bereits bereit. Die Tage am Berg sind einfach strukturiert. Auf die notwendige K\u00f6rperhygiene verzichten m\u00fcssen wir allerdings nicht. Die Infrastruktur auf der Marangu Route ist erstaunlich gut. Einfache Holzh\u00fctten mit Doppelstockbetten, Toiletten in gutem Zustand, ein Raum f\u00fcr die Mahlzeiten und \u00d6rtlichkeiten f\u00fcr die Crew zum Kochen und Schlafen stehen bereit. Es gibt keine Verpflegung zu kaufen. Jede Gruppe muss daf\u00fcr ihren eigenen Koch und s\u00e4mtliche Lebensmittel mitbringen. Das sichert einem grossen Teil der Bev\u00f6lkerung am Fusse des Kili ein Einkommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unsere Crew setzt sich zusammen aus einem Chefguide, einem Assistenten, einem Koch und vier Portern. Unsere Kleidung macht dabei den geringsten Teil des zu transportierenden Equipments aus. Kochgeschirr, Lebensmittel, Ausr\u00fcstung des Teams usw. stellen den wesentlich gr\u00f6sseren dar. Die Guides sind jeweils mit uns unterwegs, w\u00e4hrend das Team etwas voraus ist. Der Koch ist f\u00fcr mich der wirkliche Held der Crew. Er zaubert auf einer (1) Gasflamme mehrg\u00e4ngige Menus. Abwechslungs- und kohlenhydratreich auf eine Bergbesteigung ausgerichtet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit einem routierenden System sorgt Simon daf\u00fcr, dass alle seiner etwa 100 als Freelancer Angestellten bei den einzelnen Expeditionen zum Zuge kommen. Somit hat jeder die Chance auf ein Einkommen. In diesem Jahr ist die Situation wie in allen Teilen der Welt eine Besondere. Staatliche Unterst\u00fctzung bekommt in Tansania niemand aufgrund von Arbeitsausf\u00e4llen. Bei Krankheit und selbst f\u00fcr Medikamente muss jeder selbst aufkommen. Der Tenor ist jedoch immer gleich. Alle hoffen auf eine baldige Besserung der Situation.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-12946 size-large\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/verbrannt-kilimanjaro-tour-1024x341.png\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"341\" srcset=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/verbrannt-kilimanjaro-tour-1024x341.png 1024w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/verbrannt-kilimanjaro-tour-600x200.png 600w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/verbrannt-kilimanjaro-tour-300x100.png 300w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/verbrannt-kilimanjaro-tour-768x256.png 768w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/verbrannt-kilimanjaro-tour.png 1500w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Weg f\u00fchrt uns heute \u00fcber die Baumgrenze. Wir erreichen damit auch die verbrannten Gebiete. Bis vor einer Woche hat hier noch das Feuer gew\u00fctet. Schwarz verrusstes Gestr\u00fcpp, einzelne holzkohlene Baumst\u00e4mme und bis auf die Stoppeln niedergebrannte B\u00fcsche zeugen von einer heftigen Feuerbrunst. An einigen Stellen qualmt es noch immer aus der Erde. Diese Glutherde werden vom Milit\u00e4r aufgesucht und gel\u00f6scht. Bis auf ein paar Cham\u00e4leons hat es keine Tiere hier gehalten. Unter den hiesigen klimatischen Bedingungen sollte sich die Fauna und Flora innerhalb sechs bis acht Monaten erholt haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Sonne w\u00e4rmt, sobald sie durch die Wolken dr\u00fcckt. Mit zunehmender Tageszeit verdunkelt sich der Himmel. Kurz vor Erreichen des Horombo Camps auf 3700 Meter, beginnt es zu regnen. Mit klammen Kleidern versuchen wir uns in den Holzh\u00fctten aufzuw\u00e4rmen. Auf eine heisse Schokolade m\u00fcssen wir auch hier nicht verzichten. Das gibt Kraft von innen. Und schon bald steht eine schmackhafte Suppe auf dem Tisch. Die Welt ist doch in Ordnung. Zumindest f\u00fcr den Moment. Alles andere ist weit weg und ausgeblendet. Wir geniessen den Augenblick.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4hrend vier Stunden haben wir 1000 weitere H\u00f6henmeter erwandert. Sauerstoffwerte von um die 90 Prozent, eine ausgeglichene Herzfrequenz, ausreichende Wasseraufnahme und ein gef\u00fchlt guter k\u00f6rperlicher Zustand weisen auf eine solide H\u00f6henanpassung hin. Die Schlafphasen sind mit neun Stunden nachts und einer zus\u00e4tzlichen Stunde am Nachmittag mehr als ausreichend. Wir sind auf gutem Wege Richtung Gipfel. Ein kurzer Spaziergang zu den 200 Metern h\u00f6her liegenden Zebrarocks hilft, um die Nacht geruhsam zu verbringen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-12945 size-large\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/uhuru-kilimanjaro-tour-1024x341.png\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"341\" srcset=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/uhuru-kilimanjaro-tour-1024x341.png 1024w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/uhuru-kilimanjaro-tour-600x200.png 600w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/uhuru-kilimanjaro-tour-300x100.png 300w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/uhuru-kilimanjaro-tour-768x256.png 768w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/uhuru-kilimanjaro-tour.png 1500w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>In der alpinen W\u00fcste &#8211; Tag 3 am Berg. <\/strong>Was f\u00fcr ein Anblick! Nach Regenf\u00e4llen in der vergangenen Nacht hat der Himmel zum Morgen hin aufgeklart. Vom Bett aus zum Greifen nahe liegt der Mawenzi (5148 Meter), der zweith\u00f6chste Berg des Kilimanjaro-Massivs vor uns. In den H\u00f6henlagen jenseits der 4000 Meter ist der Niederschlag als Schnee heruntergekommen. Die weisse Spitze bildet einen perfekten Kontrast zum stahlblauen Himmel.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir verlassen das Moorland und erreichen die alpine W\u00fcstenlandschaft. Beim Aufstieg zum Symbol Tansania&#8217;s durchlaufen wir f\u00fcnf Vegetationszonen. Eine weitere Besonderheit am Kilimanjaro. Bei welch anderem Berg erlebt man auf dem Weg zum Gipfel solch eine Vielfalt. Die Zonen im Detail:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Klimazone 1: Farmland<br \/>\nKlimazone 2: Regenwald<br \/>\nKlimazone 3: Heide- und Moorland<br \/>\nKlimazone 4: Alpine W\u00fcste<br \/>\nKlimazone 5: Arktische Zone oder Permafrostzone<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bislang bewegten wir uns im fruchtbaren Weide- und Farmland an den Ausl\u00e4ufern des Bergmassivs. Dann w\u00e4hrend der ersten Etappe im saftig gr\u00fcnen Regenwald. Und gestern im Moorland mit der typischen Busch- und Graslandschaft. Nun die karge W\u00fcstenlandschaft. Lose Steine, endlose Hochebenen und k\u00fchle Winde pr\u00e4gen die Landschaft. Mich erinnerte es an eine Mondlandschaft. Thomas zog Vergleiche zu den unendlichen Weiten in der W\u00fcste Namibia&#8217;s. Als Mensch reslisierst du, wie klein du in Wahrheit bist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr die kommenden beiden Tage erlischt die moderne Kommunikation. Es gibt sie noch, die Inseln im weltumspannenden Datennetz. So eine Tour erlebt sich besser im Einklang mit der Natur. Das Gehen wird zur meditativen Bewegung. Mit zweieinhalb Kilometern pro Stunde marschieren wir auf gem\u00e4ssigten Anstiegen voran. Gespr\u00e4che werden seltener und weniger tiefgr\u00fcndig. Jeder versucht Energie zu sparen und in seinen K\u00f6rper hineinzuhorchen. Wir gehen langsam aber konstant. In der Hochw\u00fcste breitet sich vor uns ein autobahn\u00e4hnlicher, ebener, breiter Weg aus. Die Sichtweite liegt bei 20 Metern. Dichte Wolken haben uns umh\u00fcllt. Das typische Bild zur Mittagszeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Kibo Camp auf 4700 Meter werden wir sofort von zwei weiteren Trekkern begr\u00fcsst. F\u00fcr Vater und Tochter aus Frankreich ist das Abenteuer Kilimanjaro ein eindr\u00fcckliches Erlebnis. Sie haben auf einer anderen Route das Camp erreicht. Es folgt ein kurzer Smalltalk, wie mit allen anderen, die sich in der kommenden Nacht zum Gipfel aufmachen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Abendessen wird heute bereits um 18 Uhr serviert. Die Nacht wird kurz. Um Mitternacht ist wecken angesagt. Das finale Briefing findet vor dem Nachtessen statt. Details zum Aufstieg aber auch bereits f\u00fcr den kommenden Tag werden besprochen. Ein letzter Check ergibt eine Sauerstoffs\u00e4ttigung von 84 bzw. 82 bei Thomas und Herzfrequenzwerte von 55, bzw. 61. Von Tag zu Tag reagiert der K\u00f6rper sensibler auf die H\u00f6he. Werden wir die letzte Etappe auf Afrika&#8217;s Giganten meistern?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Uhuru Peak &#8211; die Nacht des Aufstiegs. <\/strong>Kurzes Erwachen. Der Blick zur Uhr. Ist es bereits Zeit zum Aufstehen?\u00a0 21.30 Uhr. Im Nebenzimmer werden bereits M\u00f6bel ger\u00fcckt. Stimmen dringen durch die d\u00fcnne Bretterwand. Die ersten Aufgeregten machen sich f\u00fcr den Aufstieg bereit. Wir starten erst um 0.30 Uhr. Die kommenden Stunden werden lang. An Schlaf ist nun nicht mehr zu denken. Eine innere Unruhe tut das Notwendige dazu. F\u00fchlt sich ein wenig an wie vor einem grossen Wettkampf. Noch zwei Stunden d\u00f6send im Schlafsack w\u00e4lzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mitternacht. Zeit f\u00fcr Porridge und Kaffee. Nebenbei anziehen und nochmal Equipment checken. Jeder macht sein Ding. Gespr\u00e4chig ist anders. Das Thermometer zeigt in der H\u00fctte 4 Grad Celsius. Draussen glitzert Eis auf dem Holzgel\u00e4nder. Sind wir tats\u00e4chlich in Afrika?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-12942 size-large\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/ontop-kilimanjaro-tour-1024x341.png\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"341\" srcset=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/ontop-kilimanjaro-tour-1024x341.png 1024w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/ontop-kilimanjaro-tour-600x200.png 600w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/ontop-kilimanjaro-tour-300x100.png 300w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/ontop-kilimanjaro-tour-768x256.png 768w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/ontop-kilimanjaro-tour.png 1500w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">P\u00fcnktlich 0.30 Uhr stehen wir abmarschbereit vor der Baracke. Stirnlampen sind montiert. Mehrere Schichten sollen gegen die steigende K\u00e4lte sch\u00fctzen. Etwas ungew\u00f6hnlich sind unsere Trailrunning Schuhe. Zwei Paar dicke Socken sollen die K\u00e4lte fernhalten. Jeder Bergg\u00e4nger empfiehlt bei so einer Tour Wanderschuhe mit ausreichend St\u00fctzung im Fussbereich bis rauf zum Kn\u00f6chel. Meiner Meinung nach ist das aber nur erforderlich, wenn die Fussstrukturen unzureichend trainiert sind. Mit den weichen Sportschuhen &#8222;betr\u00fcgst&#8220; du deinen K\u00f6rper nicht. Wenn die F\u00fcsse entsprechend vorbereitet sind, ist die Wahrnehmung des Untergrunds viel angenehmer. Kennt ihr das Buch &#8222;Born to Run&#8220;? Die in Sandalen laufenden Tarahumara wurden darin bei einem renommierten Ultralauf f\u00fcr einen Sponsor in Laufschuhe gesteckt. Und mussten das Rennen aufgeben. Unsere F\u00fcsse sind geschaffen, um hervorragende Arbeit in Sachen Koordination zu leisten. Nat\u00fcrlich. Ohne St\u00fctze von aussen. Entscheidend ist eine gute Sohle, die auf jedem Terrain einwandfreie Haftung und einen Schutz von unten bietet. Ich habe das hier und da bereits mit Wanderern diskutiert. Die Sportartikelindustrie ben\u00f6tigt nat\u00fcrlich f\u00fcr alles einen Markt. Besser w\u00e4re es, am eigenen K\u00f6rper zu arbeiten. Und ges\u00fcnder und g\u00fcnstiger noch dazu.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein wenig Aufregung steckt in jedem von uns. Es ist immer eine gewisse Portion Ungewissheit bei solch einem Unternehmen. Reichen die drei Tage Anpassung f\u00fcr einen Aufstieg auf knapp 6000 Meter? Wird das Wetter halten? Ich m\u00f6chte kurz die beiden Sichtweisen der kommenden Stunden separat aufzeigen. Jeder empfindet so ein Erlebnis f\u00fcr sich allein und auf unterschiedliche Art und Weise.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Thomas: Beim Abmarsch bin ich froh, dass es endlich losgeht. Ich habe kaum geschlafen und auch keinen Appetit auf&#8217;s Fr\u00fchst\u00fcck. Eine innere Spannung ist vorhanden. Werde ich den Gipfel erreichen? Wie reagiert mein K\u00f6rper auf die H\u00f6he? Der Aufstieg ist ziemlich steil und zum Teil in losem, sandigem Gestein, was zus\u00e4tzlich Kraft kostet. Der Blick ist immer auf den Boden gerichtet, das Licht der Stirnlampe gibt den n\u00e4chsten Schritt vor. Die Guides haben uns immer wieder gesagt, dass Kopfschmerzen dazugeh\u00f6ren. Gen\u00fcgend trinken soll helfen, damit diese wieder verschwinden. Ich bem\u00fche mich stetig zu trinken, aber das Wasser in den Trinkflaschen ist angefroren und eisiges Wasser bei dieser K\u00e4lte ist auch nicht wirklich toll. Permanent horcht man auf das pers\u00f6nliche Empfinden. Jede kleinste Ver\u00e4nderung wird wahrgenommen. Das Gleichgewicht im steilen Gel\u00e4nde macht zu schaffen. Ausfallschritte zur Seite, R\u00fcckschritte nach hinten zeigen, dass die Koordination eingeschr\u00e4nkt ist. Mantram\u00e4ssig sage ich mir immer wieder \u201aSchritt f\u00fcr Schritt &#8211; ein Fuss vor den anderen\u2019. H\u00e4nde und F\u00fcsse sind eiskalt. In den kurzen Pausen versuche ich diese mittels Schwingen der Arme und Beine aufzuw\u00e4rmen, was zumindest etwas Wirkung zeigt. Der Untergrund wird felsiger und es zeichnet sich ein Grat ab. Endlich! Der Guide best\u00e4tigt, dass der Gilman&#8217;s Point nicht mehr weit ist. Im Wissen, dass das Gel\u00e4nde dann flacher wird und es nicht mehr weit bis zum Stella Point bzw. Gipfel ist, habe ich das erste Mal das Gef\u00fchl, dass ich es schaffen werde. Den letzten Teil des Aufstieges nehme ich wie in einem Film wahr. Ich bin wie in Trance. Stimmen h\u00f6re ich nur zeitverz\u00f6gert oder sogar doppelt. Es ist wichtig, sich in einer solchen Phase auf die Risikoeinsch\u00e4tzung erfahrener Guides verlassen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Maik: Mit der Erfahrung vergangener Himalaya Touren im Gep\u00e4ck bin ich nach Afrika gereist. Dieser Berg soll besonders sein. Besonders einfach f\u00fcr ein Mitglied der Seven Summits (sieben h\u00f6chsten Berge auf jedem Kontinent) und besonders schwierig aufgrund seiner Konstellation als freistehender, die umliegende Savanne um 4500 Meter \u00fcberragender Vulkankegel. Die ersten Schritte fallen nicht schwer. Die Anstiege sind moderat. Die Sauerstoffaufnahme funktioniert bei rund 4800 Meter \u00fcber dem Meer ausreichend. Das \u00e4ndert sich nach kurzer Zeit. Wir erreichen einen Steilhang mit losem Ger\u00f6ll. Im Zickzack k\u00e4mpfen wir uns voran. Im Kegel der Stirnlampe den Blick stets auf die Schuhe des Vorangehenden gerichtet. Orangene Schuhe. Langsames schreiten. Keiner spricht. Wir haben fr\u00fcher gestartete Gruppen bereits \u00fcberholt. Zu jedem Bergg\u00e4nger geh\u00f6rt mindestens ein Guide oder Porter. Das ist Vorschrift am Kilimanjaro. Aus Sicherheitsgr\u00fcnden. Im Kopf geistern sch\u00f6ne Dinge herum. Mein K\u00f6rper empfindet anders. Die Atmung f\u00e4llt schwerer. Meine Fingerspitzen sind taub von der K\u00e4lte. Mit einem zweiten Paar Handschuhe versuche ich Abhilfe zu schaffen. N\u00fctzt nichts. Ein wenig Hektik breitet sich in mir aus. Habe ich die K\u00e4lte untersch\u00e4tzt? Ich erinnere mich an einen L\u00e4uferkollegen, der mir einmal gesagt hat: K\u00e4lte ist nur eine Empfindung im Kopf. Wie ich so etwas ausblenden kann, weiss ich. Das wird mich w\u00e4hrend der ersten vier Stunden besch\u00e4ftigen. Und dann pl\u00f6tzlich der Griff in meine Tasche. Wo ist mein Handy? Hatte ich es etwa in der H\u00fctte vergessen? Erneut Hektik. Ich durchsuche alle Taschen und den Rucksack. Nichts. Die Guides beschwichtigen mich, dass es beim Abstieg noch dort sein wird. Ich ertappe mich dabei, mich zu verfluchen (Details erspare ich euch&#8230;). Stopp. Positiv denken. Ein elektronisches Ger\u00e4t darf das nicht \u00e4ndern. Nach viereinhalb Stunden und 980 H\u00f6henmetern erreichen wir den Gilman&#8217;s Point. Den ersten Meilenstein. Die kurzen Pausen von wenigen Minuten zwischendurch haben gutgetan. Ein schneller K\u00f6rperscan best\u00e4tigt mir ein gutes Gef\u00fchl. Bis auf die steifen Fingerkuppen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Von hier an geht es gem\u00e4ssigt steil weiter. Das lose Terrain ist felsigem Untergrund gewichen. Wir k\u00f6nnen den Gipfel am anderen Ende des Kraterrandes bereits erkennen. Es sind noch gut drei Stunden Wanderung. Unsere kleine Gruppe erreicht gemeinsam den Stella Point auf 5739 Meter. Noch 150 H\u00f6henmeter \u00fcber den steilen runden Bergr\u00fccken. Irgendwie zieht sich unser Team auseinander. Immer wieder stehenbleiben und Atempausen. Die Gletscherwelt jenseits des Kibokraters ist \u00fcberw\u00e4ltigend. Von einem einzigen Gipfel zu sprechen w\u00e4re vermessen. Es ist eine wahre Bergoase.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Erstbesteiger Hans Meyer aus Leipzig (Sohn des gleichnamigen Weltlexikon Gr\u00fcnders) und sein \u00f6sterreichischer Weggef\u00e4hrte Ludwig Purtscheller erreichten nach mehrmaligen gescheiterten Versuchen am 5. Oktober 1889 den Kibo Gipfel. In der unr\u00fchmlichen Zeit der Kolonialisierung Afrikas steckte von nun an f\u00fcr die kommenden 29 Jahre eine deutsche Fahne auf dem verwitterten Lavagipfel in Deutsch-Ostafrika. Mit dem Recht des Erstbesteigers nannte er den Gipfel Kaiser Wilhelm Spitze. Im Anschluss wird 43 Jahre lang die britische Fahne hier oben wehen. Erst mit der Unabh\u00e4ngigkeit Tansanias im Jahre 1961 wird dieses Relikt der Kolonialzeit getilgt. Von nun an heisst der Gipfel Uhuru Peak, die Freiheitsspitze.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-12940\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/map-kilimanjaro-tour.png\" alt=\"\" width=\"1500\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/map-kilimanjaro-tour.png 1500w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/map-kilimanjaro-tour-600x200.png 600w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/map-kilimanjaro-tour-300x100.png 300w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/map-kilimanjaro-tour-1024x341.png 1024w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/map-kilimanjaro-tour-768x256.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1500px) 100vw, 1500px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein ergreifender Moment. Die letzten Schritte durch schroff aufragende Spitzen ewigen Eises. Die Ewigkeit ist allerdings endlich. Grosse Teile des Gipfelplateaus haben den Gletscher bereits hergegeben. Unter uns breitet sich das Wolkenmeer aus. Die Sonne erscheint am \u00f6stlichen Ende des Horizonts. Der Blick schweift ins Unendliche. Alle Kleidung aus dem Rucksack ist am K\u00f6rper montiert. Sechs Schichten am Oberk\u00f6rper, zwei Paar Hosen. Die Temperatur in der Morgensonne liegt bei minus 15 Grad Celsius. Eine leichte Brise liegt in der Luft. Die Gl\u00fccksgef\u00fchle \u00fcberstrahlen die K\u00e4lte. Nach und nach erreichen alle den h\u00f6chsten\u00a0 Punkt. Wir liegen uns in den Armen. Die Fotosession f\u00e4llt kurz aus. Die ACTREME Flagge ist gehisst. Nicht zu lange in der bizarren Welt verharren. Symptome wie Kopfschmerzen oder \u00dcberkeit best\u00e4tigen uns, einen schnellen Abstieg in Angriff zu nehmen. An diesem Morgen erreichen gerade mal 16 Gipfelst\u00fcrmer den Uhuru Peak. Ein Abenteuer, dass wir so nicht wieder erleben werden. Wie so oft in besonderen Momenten geht der H\u00f6hepunkt viel zu schnell vorbei. Die weite Anreise und der Marsch hier herauf und nun ist alles vorbei? Auf keinen Fall! Der Weg ist das Ziel. Mit jedem Schritt gehen wir durch das Abenteuer des Lebens.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von 5895 auf 1800 Meter in einem Ritt. <\/strong>Die Guides dr\u00e4ngen auf Eile. Nicht zu lange auf dem Gipfel verharren. Das schnelle Erklimmen kann sich in Kopfschmerzen auswirken. Und \u00dcbelkeit. Und Schwindelgef\u00fchl. Und M\u00fcdigkeit. Und Appetitlosigkeit. Was? Jetzt haben wir euch die Lust auf so ein Abenteuer genommen? Ganz ehrlich. F\u00fcr uns Flachl\u00e4nder (alle, die unterhalb 2500 Meter leben) bedarf es jedesmal einer neuen Akklimatisierung. Und eine gute Anpassung dauert drei (!) Wochen. Wir haben uns aber gerade mal drei Tage Zeit genommen. Das war der sportliche und anspruchsvolle Teil des Projekts.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie gef\u00e4hrlich ist die sogenannte H\u00f6henkrankheit? Man unterscheidet zwischen der Akuten Mountain Sickness (AMS) und gesteigerten Formen wie High Altitude Pulmonary Edema (HAPE) oder High Altitude Cerebral Edema (HACE). Die oben beschriebenen Symptome k\u00f6nnen in H\u00f6hen ab 2500 Meter auftreten. Erk\u00e4ltungssymptome oder Krankheiten generell und sportliche Aktivit\u00e4t steigern dabei die Intensit\u00e4t. Interessant sind Studien, dass sich anstrengende Trainingseinheiten vor so einer Tour kontraproduktiv auf die k\u00f6rperliche Verfassung in der H\u00f6he auswirken. Also lieber entspannt ans n\u00e4chste Hochgebirgsabenteuer gehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hier oben verabschieden wir uns von Ted. Mit ihm bleiben neben zwei Guides auch unz\u00e4hlige &#8222;amazing&#8220;, &#8222;awesome&#8220; und &#8222;crazy guys&#8220; zur\u00fcck. Er wird sich eher langsam an den Abstieg machen. Wir haben andere Pl\u00e4ne. Manase, unser Guide bleibt als einziger Verbleibender aus dem Team bei uns. Mit ihm bin ich vor einigen Jahren bereits um den Kilimanjaro gerannt. Beim j\u00e4hrlich stattfindenden Kilimanjaro Stage Run, einem 280 Kilometer Etappenlauf ist er als Guide dabei. Wir haben ihn bewusst f\u00fcr diese Tour angefragt. So schnell wie m\u00f6glich runter ist unsere Idee. Nicht nur runter bis zur n\u00e4chsten H\u00fctte. Nein, den ganzen Weg zur\u00fcck bis zum Marangu Gate auf 1800 Meter.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wird es m\u00f6glich sein, nach dem kr\u00e4ftezehrenden Aufstieg ohne echten Schlaf jetzt noch 4000 H\u00f6henmeter negativ zu bew\u00e4ltigen? Es ist eine mentale Challenge.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-12935 size-large\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/beauty-kilimanjaro-tour-1024x341.png\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"341\" srcset=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/beauty-kilimanjaro-tour-1024x341.png 1024w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/beauty-kilimanjaro-tour-600x200.png 600w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/beauty-kilimanjaro-tour-300x100.png 300w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/beauty-kilimanjaro-tour-768x256.png 768w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/beauty-kilimanjaro-tour.png 1500w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Tageslicht sehen wir nun auch die steile Halde losen Gesteins, in der wir in der Nacht Stunden verbracht haben. Anstatt die ausgetretenen Serpentinen zu nehmen, st\u00fcrzen wir uns schnellen Schrittes in direkter Falllinie im weichen Sand bergab. F\u00fchlt sich an wie Tiefschneefahren. Die Balance liegt auf dem Schuhabsatz und mit den Trekkingst\u00f6cken wird hier und da mal etwas ausgeglichen. So kommen wir unglaublich schnell voran. Achtung geben muss man einzig bei den durch das lose Ger\u00f6ll aufragengenden, festen Vulkansteinen. H\u00e4ngenbleiben und ein daraus resultierender Sturz w\u00e4re fatal.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach zwei Stunden sind wir bereits wieder an den Kibo Huts. Allein. Es ist wie ausgestorben. Alle anderen sind noch am Berg. Ich finde mein Handy unter dem Kopfkissen. Unversehrt. Hier kommt doch nichts weg. Wir versuchen, etwas zu essen. Die M\u00fcdigkeit \u00fcbermannt uns. Nur kurz eine M\u00fctze voll Schlaf. Die Verlockung der Betten ist zu gross. Wir schlafen ein. Irgendwann h\u00f6re ich eine Stimme. Jemand spricht zu mir. Manase. Er weckt mich auf und \u00fcberzeugt uns weiterzugehen, wollen wir das Gate heute noch erreichen. Es ist jetzt 10.30 Uhr am Vormittag.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf entgegengesetzter Strecke der vergangenen drei Tage verlieren wir mittels Run &amp; Hike schnell an H\u00f6he. Wir erkennen viele Wegpunkte wieder. So oft m\u00f6glich, gehen wir in einen Laufschritt \u00fcber. Das wird mit zunehmender Tageszeit und Ersch\u00f6pfung immer schwieriger. Der K\u00f6rper ist ausgelaugt. Wir erreichen das Gate gegen 17 Uhr. Gesamt sind wir 16,5 Stunden unterwegs. 7 Kilometer Aufstieg und 35 Kilometer R\u00fcckweg. 1200 H\u00f6henmeter aufw\u00e4rts und 4000 abw\u00e4rts. Eine Marathondistanz in Ultrazeit. Eine lange Reise. Vor allem in den eigenen K\u00f6rper und Geist. Eine Herausforderung, der wir uns gestellt haben und keinen Meter davon missen m\u00f6chten. Ein Hammer Erlebnis.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Danke an alle, die daran beteiligt waren. Simon und seine Trekkingagentur S.E.N.E., Jackson und Manase, Robson und das ganze Support-Team, den Mitarbeitern der Mbahe Farm f\u00fcr die tolle Gastfreundschaft, KS-SPORTSWORLD f\u00fcr die top Vorbereitung und vielen mehr.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Fazit Kili Tour 2020. <\/strong>W\u00e4hrend ihr das lest, sitzen wir bereits im Flieger auf dem R\u00fcckweg. Zw\u00f6lf Tage Abenteuer. Zw\u00f6lf Tage ann\u00e4hernd Normalit\u00e4t. Zw\u00f6lf Tage Abstand. Jeder geht mit der Situation anders um. Und jeder steht in einem anderen Kontext dazu. Unser Thema ist und bleibt das Reisen. Es war eine gute M\u00f6glichkeit, sich von einer neuen Form der Beweglichkeit ein Bild zu machen. Und davon, wie Menschen in einem fernen Land damit umgehen. Das ist wohl die wichtigste Erkenntnis: wir k\u00f6nnen uns einigeln und in sehr kleinen R\u00e4umen denken. Am Ende leben wir aber alle im selben Haus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein paar Worte zur Kilimanjaro Besteigung. Wir hatten die Gelegenheit, uns in Moshi mit dem irischen Prof. William Howlett auszutauschen. Er arbeitet und lehrt seit 1982 hier am KCMC Hospital, dem gr\u00f6ssten medizinischem Zentrum mit 1300 Angestellten. Interessant waren seine Studien zum Kilimanjaro. Er erl\u00e4uterte uns recht eindr\u00fccklich, warum der h\u00f6chste Berg Afrikas so oft untersch\u00e4tzt wird. In den vergangenen Jahren versuchten sich bis zu 60&#8217;000 Menschen (j\u00e4hrlich!) am Berg. Die Zahlen steigen. Nur etwa 60 Prozent erreichen den Gipfel. Eine f\u00fcr uns erschreckende Zahl: einer von 3500 \u00fcberlebt den Berg nicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und es k\u00f6nnte noch viel schlimmer sein. Gl\u00fccklicherweise konnte sich noch kein Investor durchsetzen, die heutigen einfach strukturierten Camps via Zugangsstrasse oder mit modernen \u00dcbernachtungs- und Unterhaltungsbetrieben auszustatten. Ein paar Tage Fussmarsch zur Akklimatisierung muss somit jeder durchlaufen. Und jeder Tag mehr bedeutet zus\u00e4tzliches Naturerlebnis. Mit unserem geringen Zeitfenster sind wir ein erh\u00f6htes Risiko eingegangen. Das war uns bewusst. F\u00fcr solche Experimente sind wir stets zu haben. Das soll aber nicht als allgemeintauglich gelten. F\u00fcr eine erfolgreiche Besteigung w\u00fcrden wir je nach Route mindestens sechs bis sieben Trekkingtage empfehlen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-12937 size-large\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/gipfelstuermer-kilimanjaro-tour-1024x341.png\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"341\" srcset=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/gipfelstuermer-kilimanjaro-tour-1024x341.png 1024w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/gipfelstuermer-kilimanjaro-tour-600x200.png 600w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/gipfelstuermer-kilimanjaro-tour-300x100.png 300w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/gipfelstuermer-kilimanjaro-tour-768x256.png 768w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/gipfelstuermer-kilimanjaro-tour.png 1500w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es gibt noch viel zu verarbeiten von diesem Trip. Die Begegnungen mit den Menschen sind sicher die bleibenden. Zuversichtliche Gespr\u00e4che. Kein Jammern. Wie so oft sind es die Menschen denen weniger zur Verf\u00fcgung steht, die uns als Vorbild dienen. Staatshilfe Fehlanzeige. Kopf in den Sand stecken ebenfalls Fehlanzeige. Wir alle werden lernen m\u00fcssen, mit der ver\u00e4nderten Situation umzugehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Uns hat diese Reise bekr\u00e4ftigt, auch zu Hause anders mit dem Thema Covid-19 umzugehen. Es soll nicht unser Denken und Handeln bestimmen. Nachrichten und Gespr\u00e4che, die sich nur noch um die Epidemie drehen, sind psychologisch nicht wertvoll. W\u00e4hrend zwei Wochen haben wir die Kommunikation dar\u00fcber auf ein Minimum beschr\u00e4nkt. Und das hat gutgetan.<\/p>\n<p>\u00a0[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row][vc_column][vc_column_text el_class=&#8220;&#8220; css=&#8220;&#8220;] sport. adventure. travel. 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