{"id":14231,"date":"2022-11-28T10:45:01","date_gmt":"2022-11-28T10:45:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.actreme.com\/?p=14231"},"modified":"2025-04-18T16:32:26","modified_gmt":"2025-04-18T16:32:26","slug":"himalayan-stage-race","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maikbecker.ch\/index.php\/2022\/11\/28\/himalayan-stage-race\/","title":{"rendered":"Himalayan 100 Mile Stage Race"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row][vc_column][vc_column_text el_class=&#8220;&#8220; css=&#8220;&#8220;]<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\">160 Kilometer in The House of Snow<\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir sind weit weg. Weg von westlichen Gewohnheiten und weit \u00fcber Meeresspiegelh\u00f6he. Das wird bereits einen Tag vor dem Start ins Laufabenteuer, bei der endlosen Er\u00f6ffnungsansprache des Veranstalters klar. Eine kleine Gruppe bewegungshungriger Abenteurer lauscht gespannt, worauf es an den folgenden f\u00fcnf Tagen ankommt. Das Rennen ist zum Geniessen, nicht zum Gewinnen da, ist eine seiner Aussagen. Einzigartige Ausblicke auf vier 8\u2018000er und die atemberaubende Natur werden spektakul\u00e4r, da w\u00e4re es schade, einfach im Sauseschritt hindurchzupreschen. Die Teilnehmer sollen lieber in die Kultur eintauchen und die Gemeinsamkeit der bevorstehenden Kilometer sch\u00e4tzen. Eine weitere Ansage passt dann schon besser zu einem Mehrtageswettstreit: bewege dich im Jetzt, denke nicht an Morgen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als \u00dcbersetzung aus dem Sanskrit wird der Himalaya als \u201eThe House of Snow\u201c bezeichnet. Eine treffende Aussage f\u00fcr den h\u00f6chsten Gebirgszug unseres Planeten. Hier im vorderen Himalaya, im indischen Bundesstaat Westbengalen, eingeklemmt zwischen Nepal und Bhutan liegt die Gegend rund um die Bezirksstadt Darjeeling. Eher bekannt f\u00fcr seine Teespezialit\u00e4ten, gilt dieser Bereich des Himalaya auch als indische Wiege des Bergsteigens. Tenzing Norgay, Erstbesteiger des Mount Everest, zog als junger Mann in die Stadt und startete viele Expeditionen von hier aus.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-14260 size-full\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Chorten.png\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Chorten.png 960w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Chorten-600x228.png 600w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Chorten-300x114.png 300w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Chorten-768x292.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr uns L\u00e4ufer ist diese Form des Berggenusses fern jeglicher Vorstellungskraft. Im Mountaineering Museum des Ortes bestaunen wir ehrf\u00fcrchtig die rudiment\u00e4re Ausr\u00fcstung, mit der die Waghalsigen in den fr\u00fchen Jahren des Himalaya Bergsteigens in unwirtliche Regionen oberhalb der Todeszone aufbrachen. Ausgestattet mit dem neusten Schrei der brandneuen Outdoor-Kollektionen wirken wir da arg \u00fcberequipped.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Traditionen erleben <\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seit 30 Jahren gibt es diesen Laufevent hier. Warum habe ich erst in diesem Jahr davon geh\u00f6rt? Lauffreunde nahmen bereits 2004 oder noch fr\u00fcher daran teil. Aber niemand hat sich getraut, die Veranstaltung aktiv zu empfehlen. Liegt es an der speziellen Art, wie das Himalayan 100 Mile Stage Race (HSR) organisiert ist? Was machen Traditionen einzigartig oder wie \u00fcberlebt ein Boutique Event \u00fcber solch eine lange Zeit? Fragen, die wir schon bald beantwortet bekommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine lange Geschichte verspricht Sicherheit. Hier wird wenig dem Zufall \u00fcberlassen. Indische Genauigkeit und ein gereiftes Supportteam verspr\u00fcht Vertrauen. Beim Er\u00f6ffnungsbriefing werden alle Helfer, medizinisches Fachpersonal, Streckenmarkierer uvm. mit ihrer eigenen Story w\u00e4hrend vergangener Austragungen gew\u00fcrdigt. Mr. Pandey, der Gr\u00fcnder des HSR und Veranstalter aller bisherigen Ausgaben, gr\u00e4bt da tief im privaten N\u00e4hk\u00e4stchen. Am\u00fcsant und mit wenig Neuigkeiten zu Strecke und Ablauf der n\u00e4chsten f\u00fcnf Tage verlieren wir uns w\u00e4hrend zwei Stunden Meetings in einem Raum, der mittels dutzendfachen Zeitungsartikeln und Plakaten keinen Hehl aus vergangenen, erfolgreichen Austragungen macht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-14275 size-full\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Laden.png\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Laden.png 960w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Laden-600x228.png 600w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Laden-300x114.png 300w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Laden-768x292.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/>Mirik heisst unser Gast-\u00d6rtchen, das an einem See liegt. Ich kann es nicht best\u00e4tigen, da wir nach Anreise gegen Abend im Dunkeln, von M\u00fcdigkeit \u00fcbert\u00f6lpelt, noch diese abendf\u00fcllende Zusammenkunft hatten. Die Rufe des Bettes sind dann bereits durch die G\u00e4nge des G\u00e4stehauses zu h\u00f6ren. Die Anreise in diese entlegene Gegend hat am K\u00f6rper gezehrt. Nach dem internationalen Flug mit Ankunft in Delhi folgt ein 2,5 Stunden Inlandsflug in den Osten des Landes. In Europa quert man in der gleichen Zeit den Kontinent, in Indien st\u00f6sst man dabei nicht einmal an die Landesgrenzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am kommenden Morgen ist Abfahrt zum Startort. Um 5.30 Uhr, es ist noch dunkel, verlassen wir gut gelaunt den Ort mit einem (vielleicht) See durch die satten gr\u00fcnen Teeplantagen, die im Schimmer des Morgenlichts hinter den vergilbten Scheiben des Buses auftauchen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unsere Gruppe besteht aus einem bunten Mix mit absolut unterschiedlichen Ambitionen. Der j\u00fcngste Teilnehmer, Sumedh (10 Jahre) will seinen Eltern (ebenfalls am Start) zeigen, dass er imstande ist, die abgespeckte Version \u00fcber 100 Kilometer zu bew\u00e4ltigen. Die \u00e4ltesten Mitstreiter, Helmut (81) und Brigitta (75) aus \u00d6sterreich nehmen den Lauf als Anlass f\u00fcr ihre Abschiedstour. Sie sind w\u00e4hrend der vergangenen 40 Jahre durch die Welt gereist und haben Finisher Medaillen gesammelt wie andere Pilze. \u00dcber 600 Marathons und Ultral\u00e4ufe hat Helmut auf seinem Kerbholz!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es gibt auch die vorsichtigen, die ins Ungewisse blicken. Erstmals bei einem Mehrtageslauf dabei sind die meisten der Teilnehmenden hier. Dazu kommt die unberechenbare H\u00f6he, die wir bereits morgen auf der ersten Etappe erreichen werden. Und f\u00fcr uns Westler stehen da immer auch die Vorurteile, die es beim Besuch anderer Kulturen abzuarbeiten gilt. Vertrage ich das scharfe indische Essen? Wie steht es um die Hygiene? Werden wir im Gewusel der 1,6 Milliarden Inder untergehen? So viel vorab: hier im Himalaya, wie auch in vielen anderen Gegenden Indiens, bleiben das Vorurteile. Best\u00e4tigt wird davon nur, was jeder best\u00e4tigt bekommen m\u00f6chte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In mir arbeitet da noch eine ganz andere Ungewissheit. Eine Woche vor Abflug ereilt mich nachts Fieber. Ein trockener Reizhusten am darauffolgenden Morgen l\u00e4sst das anstehende Klassentreffen in Deutschland vergessen machen. Nichts wie nach Hause und ab ins Bett. Nochmals eine fiebrige Nacht und zwei Tage sp\u00e4ter hole ich mir ein Genesenen Zertifikat. Es war die dritte positive Welle des Virus, der mich nun regelm\u00e4ssig alle sechs Monate heimsucht. Nach zwei Tagen f\u00fchle ich mich wieder fit. Ein negativer Test 24 Stunden vor Abflug nach Indien und zumindest der Anreise steht nichts im Wege. Wird das aber reichen, um die 160 Meilen zu \u00fcberstehen? Wie schnell regeneriert der K\u00f6rper? Die Antwort werde ich schon bald bekommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14274\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Kanchenjunga.png\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Kanchenjunga.png 960w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Kanchenjunga-600x228.png 600w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Kanchenjunga-300x114.png 300w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Kanchenjunga-768x292.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/>Der Bus stoppt mitten im Wald. Toilettenpause. Naturtoiletten. Mehr oder weniger versteckt hinter B\u00fcschen findet jeder seinen Platz f\u00fcr die Notdurft. Die Luft ist noch k\u00fchl fr\u00fch am Morgen. Durch die Baumwipfel leuchtet dabei aus der Ferne das klare, weisse, monumentale Massiv des Kanchenjunga, des mit 8&#8217;586 Metern dritth\u00f6chsten Berges der Welt. Ein Anblick, der nur die Toiletten hier draussen im Wald so schm\u00fccken kann. Das ist es doch, warum wir uns in ein solches Abenteuer st\u00fcrzen. Ein fensterloser Raum eines 5***** Hotel WC\u2019s h\u00e4tte mir nicht dieses befriedigende L\u00e4cheln ins Gesicht zaubern k\u00f6nnen.<\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\">\n<li><strong> Etappe Maneybhanjang \u2013 Sandakphu <\/strong><strong><br \/>\n<\/strong><strong>Akklimatisieren wird \u00fcberbewertet<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach zwei Stunden Busfahrt \u00fcber R\u00fcttelpisten sind die Beine so gar nicht auf Start programmiert. Der Kopf schon. Das kleine \u00d6rtchen Maneybhanjang strahlt farbenpr\u00e4chtig in der satten gr\u00fcnen Umgebung. H\u00e4userw\u00e4nde, D\u00e4cher, Mauern \u2013 alles ist andersfarbig gestaltet. In unwirtlichen Gegenden findet man diese leuchtend schm\u00fcckenden Geb\u00e4ude. Es ist, als w\u00fcrde man die harschen Lebensbedingungen mit Farbklecksen ins Positive umkehren. Es ist aber auch die positive Lebenseinstellung der Bewohner, die bunt zum Ausdruck gebracht wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14265\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Fotosession.png\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Fotosession.png 960w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Fotosession-600x228.png 600w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Fotosession-300x114.png 300w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Fotosession-768x292.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/>Der Veranstalter versucht mehr oder weniger erfolgreich alle Starter f\u00fcr eine ausufernde Fotosession zusammenzubringen. Unz\u00e4hlige Foto- und Videokameras sowie Handys sind auf die Starttruppe, bestehend aus 28 Teilnehmern gerichtet. Die Sonne strahlt am tiefblauen Himmel und w\u00e4rmt sogleich. Lange Hose und Jacke sind l\u00e4ngst im kleinen Rucksack verstaut. Neben ein paar Snacks, zwei kleinen Wasserflaschen, einem Wechselshirt und ein paar sicherheitsrelevanten Utensilien wie einer Rettungsdecke und einer Trillerpfeife habe ich Trailrunning St\u00f6cke f\u00fcr die erste, die Anstiegsetappe dabei. Der grosse Teil des Gep\u00e4cks ist bereits vor zwei Tagen nach Sandakphu gereist. Und nun endlich machen wir uns auf die Verfolgung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nachdem alle Werbebanner verstaut und jeder einzelne offizielle oder inoffizielle Fotograf sein Sujet im Kasten hat, erfolgt um 8.30 Uhr endlich der Startschuss. Also kein Schuss, das k\u00f6nnte fatale Folgen haben. Wir befinden uns an der Grenze von Indien nach Nepal. Linke Strassenseite Nepal, rechts Indien. Das soll f\u00fcr die kommenden drei Tage so bleiben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14256\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Banner-Wahnsinn.png\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Banner-Wahnsinn.png 960w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Banner-Wahnsinn-600x228.png 600w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Banner-Wahnsinn-300x114.png 300w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Banner-Wahnsinn-768x292.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/>Begleitet von Milit\u00e4rleuten in weissem Hemd und Khaki Pullover, scheinbar der Sonntagsuniform, ging es unter dem Applaus der Bewohner durch den Ort. Ich habe die einzelnen L\u00e4den nicht wahrgenommen. Es wiederholt sich allerdings in den Himalaya Regionen auch jeweils: Teestuben, Momo Restaurants, Trekking Agenturen, Outdoorshops. Und hier und da ein lokaler Tante-Emma-Laden, der die Bed\u00fcrfnisse der Einheimischen vollumf\u00e4nglich abdeckt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">An den letzten H\u00e4usern zweigt die Strasse nach links ab. Die Uniformierten verabschieden sich von mir. Mit freundlichem indischen Head Bobbling, diesem leicht wiegenden Kopfnicken\/-sch\u00fctteln, das im Normalfall ein &#8222;ja&#8220; bedeutet, schicken sie mich weiter. Und ich verstehe sofort, warum sie mich hier, 500 Meter nach dem Start bereits verlassen. Die Strasse steigt abrupt an. F\u00fcr ein paar Meter ging es wie in eine Wand. Erstaunlich: ich nehme diese Rampe im Laufschritt, muss nicht mal ins Gehen \u00fcberwechseln. \u00dcber unendlich erscheinende Serpentinen gewinne ich schnell an H\u00f6he. Immer noch auf Teer unterwegs wechseln sich stramme Marschschritte und ein leichtes Tippeln ab.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14286\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Rueckblick.png\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Rueckblick.png 960w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Rueckblick-600x228.png 600w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Rueckblick-300x114.png 300w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Rueckblick-768x292.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/>In einer der Kehren schaue ich auf die steil abfallende Strasse zur\u00fcck. Ich kann keinen meiner Laufkumpane erkennen. Bin ich zu schnell? Was sagt mein K\u00f6pergef\u00fchl? Wie habe ich den Covidinfekt verkraftet? Meine Atmung ist ruhig und aus der Lunge kommt trotz zunehmender H\u00f6he keine negative R\u00fcckmeldung. Gestartet bei 1\u2018900 Metern \u00fcbertreten wir hier nach vier Kilometern bereits die 2\u2018500 Meter Marke. Nach zw\u00f6lf Kilometern sind wir \u00fcber 3\u2018000 Metern angekommen. Das mal als nackte Zahlen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Tats\u00e4chlich interessiert mich diese Rechnerei wenig. Ich lasse mich durch den dichten Urwald treiben. Meine Gedanken sind im Zoo von Darjeeling. Die dort zu besichtigenden schwarzen Himalaya B\u00e4ren, rote Pandas und auch der bengalische Tiger sind hier heimisch. Bei fr\u00fcheren Austragungen wurden einige der Wildtiere gesichtet. So gut ich auch mit meinem immer mehr verk\u00fcmmernden Augenlicht versuche, etwas sich Bewegliches im gr\u00fcndominerten Mischwald zu ersp\u00e4hen, es bewegt sich nix.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14282\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Morgenluft.png\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Morgenluft.png 960w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Morgenluft-600x228.png 600w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Morgenluft-300x114.png 300w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Morgenluft-768x292.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/>Was ich dagegen immer wieder buchst\u00e4blich auf dem Weg antreffe, sind indische Grenzbeamte. Applaudierend stehen sie vor den Toren der Kasernen. Wir sind eine willkommene Abwechslung im sonst eher tristen Alltag. Die Grenze stellt nicht wirklich einen Brennpunkt dar. Daher verstehe ich auch das grosse Interesse an gemeinsamen Selfies. Ob diese dann f\u00fcrs Poesiealbum oder als Ablage im Tagesrapport dienen, ist mir gleich. Sie l\u00e4cheln und sind freundlich. Wir teilen diesen wundersch\u00f6nen Vormittag in klarster Lust mit Ausblicken auf den Kanchenjunga und die gesamte angrenzende Gebirgskette bis hin\u00fcber nach Bhutan.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein Luxus beim Himalayan Stage Race ist die kurze Entfernung zwischen den Verpflegungsposten. Alle drei bis vier Kilometer warten Helfer mit Wasser und diversen Snacks. Ich beschr\u00e4nke mich auf Wasser. Erst bei der jeweiligen Zielankunft folgen dann Kartoffeln mit Salz oder ein St\u00fcck Banane. Wichtig ist die Unterschrift auf der Startliste. Wenn diese an einem Checkposten fehlt, gilt der Lauf als DNF (did not finish). Es wird in den kommenden Tagen zur Routine, mich bereits von weitem mit lauten Schreien anzuk\u00fcndigen, damit der Zeitverantwortliche Stift und Zettel mit meiner Ankunftszeit vorbereiten kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So steil wie es bislang hoch ging, so geht es jetzt auch wieder runter. Die Strasse wird immer schmaler. Und doch gibt es noch Autos hier. Die Gegend um Darjeeling ist bei indischen Bergreisenden beliebt. Mit Koffern beladen rauschen die Touristenfahrzeuge mit mehr oder weniger hohem Tempo an mir vorbei. Ein Auto ist mir dabei fast \u00fcber den Fuss gefahren. An einer Engstelle quetschen sich zwei Kleinwagen just in dem Moment aneinander vorbei, als ich dort war. Brav stehengeblieben zuckte keiner der beiden Fahrer zur\u00fcck. Ich war in der Pflicht, meine Zehen in Sicherheit zu bringen. Gefahr lauert hier also nicht in Form von wilden Kreaturen, sondern wie so oft eher von Menschen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14295\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Urwald.png\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Urwald.png 960w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Urwald-600x228.png 600w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Urwald-300x114.png 300w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Urwald-768x292.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/>Der Wald strotzt vor Saft. Wasser str\u00f6mt \u00fcber die Strasse oder in reissenden Fl\u00fcssen unter zu \u00fcberquerenden Br\u00fccken hindurch. Ich bin im Cruise Modus. Die Arme dabei ab und zu ausgebreitet sauge ich die frische, schattige Luft auf. Ich kann mir gerade keinen sch\u00f6neren Ort vorstellen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Tal wieder auf 2\u2018500 Meter angekommen, erwartet mich Laxman. Ein junger Helfer, der bei der Austragung 2019 den absoluten Streckenrekord aufgestellt hat. F\u00fcr die Gesamtetappen \u00fcber f\u00fcnf Tage ben\u00f6tigte er nicht einmal siebzehn Stunden. Mir wird schwindelig. Nicht von der H\u00f6he. Nur der Gedanke daran, durch diese \u00fcberdimensionierten Berge hier in einem Formel Eins Tempo zu rasen, verursacht Stau in einen Gehirnkan\u00e4len.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hier in Caribas ist f\u00fcr die 100 Kilometer L\u00e4ufer f\u00fcr heute das Etappenziel. Sie werden jeweils k\u00fcrzere Strecken absolvieren. Fr\u00fcher am Ziel sein oder sp\u00e4ter starten, je nach Tagesaufgabe. F\u00fcr mich ist noch nicht Schluss. Laxman gratuliert mir, best\u00e4tigt, dass ich stark aussehe (diese unn\u00fctzen Motivationsfloskeln, die ich vom Triathlon her kenne \u2013 you\u2019re looking strong!) und schickt mich mit den besten W\u00fcnschen weiter auf meinen Weg.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14258\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Bruecke.png\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Bruecke.png 960w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Bruecke-600x228.png 600w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Bruecke-300x114.png 300w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Bruecke-768x292.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/>Von Caribas geht es nur noch bergan. Gel\u00e4ndem\u00e4ssig. Aufgrund der zunehmenden H\u00f6he k\u00f6rperlich daf\u00fcr bergab. F\u00fcr diesen zweiten Teil habe ich mir die Trailrunning St\u00f6cke aufgehoben. Sie leisten einen guten Dienst auf der holprigen steilen Steinstrasse. In Europa w\u00fcrde das als alte r\u00f6mische Kopfsteinpflaster Strasse bereits unter irgendeinem Kulturerbe stehen. Hier l\u00e4sst sich das Alter nur erahnen. R\u00f6mer sind h\u00f6chst unwahrscheinlich als Bauherren, eher indisches Milit\u00e4r als Zubringer f\u00fcr die niemals endend wollenden Milit\u00e4rst\u00fctzpunkte entlang der Bergkette.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Atmung ist nicht mehr auf 100 Prozent. Das sagt mir mein K\u00f6rpergef\u00fchl. Weniger aufgrund des Infekts, eher der H\u00f6henlage entsprechend. Die Schritte werden langsamer. Der Kopf ist nach vorn zum Boden geneigt. Nur nicht irgendwo an einem Stein anh\u00e4ngen und einen Salto machen. Unwahrscheinlich? Die Erfahrung hat mich da anderes gelehrt. Beim Laufen in H\u00f6henlagen leidet auch der Laufstil etwas. Sofern der unter normalen Bedingungen vorhanden ist. Die F\u00fcsse schlurfen \u00fcber den Untergrund. Jegliche Anstrengung wird minimiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14266\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Frau.png\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Frau.png 960w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Frau-600x228.png 600w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Frau-300x114.png 300w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Frau-768x292.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/>In einem Dorf erwartet mich eine Frau mit einem knallgelben Gebetsschal. So ausgestattet kann es nur gut kommen. Ich bezeichne mich keines Glaubens angeh\u00f6rig. Diese willkommenen Gesten der buddhistisch basierten Bev\u00f6lkerung regt aber niemals negative Gedanken an deren Lebenseinstellung. Der gute Geist wird mit einem gemeinsamen Foto untermauert. Ich weiss nicht, wieviele Bilder in dieser Woche entstanden sind. Die meisten sind nicht auf meiner Kamera. Ich kann mich aber an die Mehrzahl davon sehr gut erinnern. Diese starken Gesichtsausdr\u00fccke, gepr\u00e4gt von der H\u00e4rte der Natur.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jenseits von 3\u2018000 Meter muss ich das Tempo nochmals stark zur\u00fccknehmen. Ein leichter Kopfschmerz in der vorderen Stirnh\u00f6hle versetzt mich noch nicht in Panik. Von fr\u00fcheren Touren bis rauf auf \u00fcber 6\u2018000 Meter erkennt mein Alarmsystem noch keinen Grund f\u00fcr eine Benachrichtigung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14288\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Sandakphu-1.png\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"365\" \/>Das Ziel Sandakphu thront weit \u00fcber uns. Der letzte knackige Anstieg zieht sich \u00fcber anspruchsvolle vier Kilometer. Auf der Schotterpiste mit engen Serpentinen wird mir bewusst, was ich in den vergangenen Stunden vermisst habe. Vor mir tauchen Menschen auf. Zu Fuss. Trekking Touristen mit dem gleichen Tagesziel wie wir. Der Ort scheint ein beliebter Ausflugspunkt zu sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und dann, nach einer Linksbiegung erkenne ich ein paar hundert Meter weiter emsiges Treiben. Das Zielbanner wird gespannt. Milit\u00e4rleute be\u00e4ugen mich interessiert. Und mit jedem Schritt n\u00e4her Richtung Tagesziel verstehe ich, warum Sandakphu der \u201ePlace to be\u201c hier oben ist. Ein 360 Grad Panoramablick \u00f6ffnet sich. Neben dem Kanchenjunga reicht der Blick bis zum Mt. Everest, Lhotse und Makalu, drei weiteren 8\u2018000ern. Da gehen die unz\u00e4hligen, etwas weniger imposant wirkenden 7\u2018000er und 6\u2018000er fast unter.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach etwas \u00fcber f\u00fcnf Stunden habe ich den ersten Abschnitt \u00fcber 34km hinter mich gebracht. Die positiven 2\u2018600 H\u00f6henmeter haben keine gravierenden Spuren in K\u00f6rper und Geist gezeichnet. Ich bin relativ entspannt. Ein leichter Kopfschmerz und eine gesunde \u00dcbelkeit befinden sich im gr\u00fcnen Bereich. Nach und nach treffen die Trekking Leute ein, die ich auf den letzten Kilometern noch \u00fcberholen konnte. Eine junge Frau ist da bereits raus aus der Komfortzone. Mit vollen Schwung ergiesst sich der Mageninhalt am Wegesrand. Willkommen im Himalaya!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14272\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Hochwueste.png\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Hochwueste.png 960w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Hochwueste-600x228.png 600w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Hochwueste-300x114.png 300w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Hochwueste-768x292.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/>Es ist fr\u00fcher Nachmittag. Die Sonne schickt ihre volle Kraft. Gl\u00fcckselig liege ich im Gras und warte auf die nachfolgenden Mitstreiter. Ein Helfer bietet mir an, einen Eimer mit Wasser f\u00fcr eine Dusche auf dem Holzfeuer zu w\u00e4rmen. Dankend wiege ich den Kopf. Es geht schnell und die Gewohnheiten schwappen \u00fcber.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine kr\u00e4ftige Champignonsuppe l\u00e4sst die Gef\u00fchle weiter fr\u00f6hlich tanzen. Unter dem Applaus f\u00fcr folgende Ankommende schlummere ich gen\u00fcsslich ein. Ein grosser Vorteil so eines Etappenlaufes: ausser Laufen, Essen, Schlafen gibt es kaum etwas Verpflichtendes. Gut, der morgendliche Vorstart-Foto-Wahnsinn wird bleiben. Das l\u00e4sst sich aber bestens ertragen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am sp\u00e4ten Nachmittag verabschiedet sich die Sonne dann in voller oranger Farbenpracht. Die fernen Gipfel leuchten weiter unter dem sternenklaren Himmel. Die lassen sich nicht ausknipsen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14293\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Sunset.png\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Sunset.png 960w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Sunset-600x228.png 600w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Sunset-300x114.png 300w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Sunset-768x292.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/>Das Abendessen h\u00e4lt gewohnte Himalaya Speisen bereit. Dhal Bat, Linsen und Reis, Gem\u00fcse, eine Suppe und ein paar Dosenfr\u00fcchte zum Dessert reichen v\u00f6llig aus, um 19.30 Uhr zufrieden ins Bett zu fallen. Der leichte Kopfschmerz ist noch da. Kein Wunder bei einer H\u00f6hendifferenz von \u00fcber 2\u2018000 Metern im Vergleich zur Vornacht. Die Herzfrequenz ist etwa zehn Schl\u00e4ge h\u00f6her als zu Hause und die Sauerstoffs\u00e4ttigung erreicht bei weitem noch keine 90 Prozent. Und doch ereilen mich nicht die bei den begleitenden \u00c4rzten alarmierenden Symptome. Als einer von wenigen habe ich kein Diamox, das im Himalaya g\u00e4ngige Mittel gegen die H\u00f6henkrankheit, genommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14264\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Fensterblick.png\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Fensterblick.png 960w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Fensterblick-600x228.png 600w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Fensterblick-300x114.png 300w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Fensterblick-768x292.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/>Nachts um ein Uhr treibt mich die Neugier aus der Bretterbaude. In klirrender K\u00e4lte stehe ich mit offenem Mund staunend unter einer Sternenshow, die wie auf einer K\u00e4seglocke aufgemalt \u00fcber mich gest\u00fclpt ist. Die Natur ist erbarmungslos. Selbst wenn wir schlafen, wird inszeniert.<\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\" start=\"2\">\n<li><strong> Etappe Sandakphu \u2013 <\/strong><strong>Molle \u2013 Sandakphu<br \/>\nGrenzg\u00e4nger<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\">5 Uhr von selbst aufgewacht. Noch vor Sonnenaufgang stehe ich draussen auf einem H\u00fcgel mit diesem unglaublichen Panoramablick. Was f\u00fcr eine Morgenstimmung! Auch wenn ich so etwas schon einige Male erleben durfte, begeistert es immer wieder aufs Neue, wenn die ersten Sonnenstrahlen die Berggipfel jenseits der 8\u2018000 sanft ber\u00fchren. Barfuss, in Flip-Flops, mit kurzer Hose und Daunenjacke sp\u00fcre ich keine K\u00e4lte. Dieser unnachahmliche Moment w\u00e4rmt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es war eine gute Nacht. Ich bin immer wieder erstaunt, wie erholsam es sich auch in grossen H\u00f6hen schlafen l\u00e4sst. Der leichte Kopfschmerz ist immer noch pr\u00e4sent. Kein Grund zur Beunruhigung. Da geht es anderen Mitschl\u00e4fern wesentlich schlechter. Sie werden weiterhin mit Diamox gef\u00fcttert. Und erwachen p\u00fcnktlich bis zum Start aus ihrem nebligen Schwindelgef\u00fchl.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14298\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Weihrauch.png\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Weihrauch.png 960w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Weihrauch-600x228.png 600w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Weihrauch-300x114.png 300w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Weihrauch-768x292.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/>Bis zum Aufreihen am heutigen Ausgangspunkt verbleibt noch viel Zeit. In der kleinen Bude, die als Essenraum dient, treffen sich mehr oder wenig zerknittert Erwachende bei Porridge und Tee. Es braucht nicht viel, um zufrieden zu sein. Ich tausche gern an so einem Morgen die Szenerie mit einem westlichen B\u00e4ckerladen. Ok, der Kaffeeduft fehlt. Aber bei uns w\u00fcrde es nie Toastbrote geschmiert mit Ketchup geben! Ich verschm\u00e4he diese, selbst f\u00fcr Himalaya Bereiste, ungewohnte Morgenspeise. Wie die meisten anderen auch. Der Turm dieser weiss-roten Dreiecke nimmt einfach nicht ab.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Heute stehen knapp 30 Kilometer auf einer Wendepunktstrecke an. Wir bleiben in H\u00f6hen von \u00fcber 3\u2018000 Meter. Die raue Jeep Piste verl\u00e4uft h\u00fcgelig auf und ab. Ab einem Checkposten auf halber Strecke geht es \u00fcber den gleichen Weg zur\u00fcck.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14259\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Children.png\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Children.png 960w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Children-600x228.png 600w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Children-300x114.png 300w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Children-768x292.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/>Start ist um 8 Uhr. 7.30 Uhr wird aber schon zur Besammlung gebeten. Genau, DIE Zeremonie wartet. Wieder unz\u00e4hlige Fotos, bis auch der letzte Teilnehmer eingetroffen ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Leicht bergan geht es direkt ab der Startlinie durch den kleinen Ort Sandakphu. Links zwei G\u00e4steh\u00e4user auf der nepalesischen Seite, rechts ein d\u00f6rflich anmutender Milit\u00e4rst\u00fctzpunkt auf der indischen. Einzig Grenzsteine weisen auf die imagin\u00e4re Barriere hin.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Strasse, wenn man es so bezeichnen m\u00f6chte, wandelt sich schnell zu einer schier unfahrbaren ausgewaschenen Piste. Zum Gl\u00fcck d\u00fcrfen wir laufen. Und selbst das bedarf einiges an Konzentration. Denn diese permanente Ablenkung vor uns, links und rechts ist omnipr\u00e4sent: die im Morgenlicht strahlend weiss leuchtende Bergkette dieses, die ganze Erdfl\u00e4che \u00fcberspannend erscheinenden Massivs. Der Himalaya in reiner Form. Hart und ehrlich. Die Ausblicke lassen mich schweben. Ich fliege!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14271\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Himalaya.png\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Himalaya.png 960w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Himalaya-600x228.png 600w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Himalaya-300x114.png 300w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Himalaya-768x292.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/>Am Start noch mit leichter Jacke und Hose gesch\u00fctzt, kommt schnell wieder der Moment, indem die Sonne ihre ganze Kraft auf die Erde entl\u00e4sst. Das Zwiebelprinzip bew\u00e4hrt sich wie so oft. Absch\u00e4len heisst es jetzt. Und schon bald tanze ich in kurzer Laufhose und T-Shirt durch die frische Atmosph\u00e4re.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die ersten Checkposten mit angefragten Autogrammen kommen schnell. Mittlerweile weiss ich, mein Name steht in der dritten Zeile. Die Unterschriften werden von Mal zu Mal unleserlicher. Am f\u00fcnften Tag soll ein kurzes Krickel Krakel gen\u00fcgen, um mich als der auszuweisen, der ich bin. Apropos ausweisen: bloss hier nicht nach links abdriften. Der Veranstalter hat gewarnt, die Grenze zu \u00fcberschreiten. Reisepass haben wir keinen dabei. Der ist irgendwo in einem Begleitfahrzeug deponiert. Und doch kann ich nicht widerstehen. An dem ein oder anderen Grenzstein muss ich kurz mal r\u00fcber machen. Ahhh, die Luft in Nepal riecht doch auch toll!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Fast in genau so engen Abst\u00e4nden, wie unsere Verpflegungsposten, sind die Milit\u00e4rst\u00fctzpunkte aufgereiht. Immer und immer wieder: Fotos. Selfies oder einfach nur ein Shot im Vorbeirennen. Fragt mich bitte nicht, was die Grenzer mit den Aufnahmen machen. Ich bin aber jedes Mal sch\u00f6n geduldig und gebe mich l\u00e4chelnd dem Prozedere hin.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14291\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Sonnenstrahlen.png\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Sonnenstrahlen.png 960w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Sonnenstrahlen-600x228.png 600w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Sonnenstrahlen-300x114.png 300w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Sonnenstrahlen-768x292.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/>Da aber auch ich permanent am Handy daddele (nein, keine Spielsucht, stattdessen immer wieder fotografisches Festhalten der unwiederbringlichen Natureindr\u00fccke), passiert mir ein Missgeschick, \u00fcber das ich noch lange schmunzle. Mit kalten Fingern, beim Versuch das multifunktionale Mobilger\u00e4t im Rucksack zu Verstauen, fliegt es mir mit hohem Bogen links einen Abhang hinunter. Ja genau, links. NICHT nach links abdriften\u2026 Soll ich mein \u00fcberlebenswichtiges, mit s\u00e4mtlichen, gespeicherten Eindr\u00fccken der vergangenen Jahre und all meinen Kontakten weit \u00fcber den privaten Bereich hinaus der nepalesischen Natur \u00fcberlassen? Wird es einem Schwarzb\u00e4ren oder roten Panda k\u00fcnftig etwas n\u00fctzen? Ich komme zum Schluss: alles, was ich in den Bergen hinterlasse, sind Fussabdr\u00fccke. Das soll auch so bleiben. Also rasch r\u00fcber ins verbotene Land, an Dornb\u00fcschen den Abhang hinuntergehangelt und da liegt es schon. Friedlich am Boden. Ohne ein st\u00f6rendes klingelndes Ger\u00e4usch. Verbindung haben wir seit zwei Tagen bereits nicht mehr. Ich bin kurz am \u00fcberlegen, es doch zur\u00fcckzulassen. Als Zeichen von Freiheit, keine st\u00e4ndige Erreichbarkeit, weit weg von Alltagssorgen. Und doch f\u00e4llt dieser Schritt schwer. Bevor ich den Wettlauf wieder aufnehme, wird es sicher in der Tasche verstaut. Das Leben kann weitergehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14297\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Wegweiser.png\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Wegweiser.png 960w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Wegweiser-600x228.png 600w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Wegweiser-300x114.png 300w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Wegweiser-768x292.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/>Der Wendepunkt bei Kilometer vierzehn ist bald erreicht. Nach schier unendlichem Anstieg, gut, es waren vielleicht drei Kilometer &#8211; in H\u00f6he f\u00fchlt sich das wesentlich l\u00e4nger an. Nach kurzem Smalltalk mit den Jungs und dem unvermeidlichen Selfie mit dem Milit\u00e4rofficer geht es auf den R\u00fcckweg. F\u00fcr ein paar Minuten mit dem Everest direkt in Blickrichtung. Ach, was ist das Leben sch\u00f6n. Ich bin allein und gebe mich dem Moment hin. Schon wieder. Und das kann auch noch ewig so weitergehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach etwa f\u00fcnfzehn Minuten kommen mir die nachfolgenden L\u00e4ufer entgegen. Alle sind bestens gelaunt dank der unglaublichen Kulisse. Wir werfen uns ein L\u00e4cheln und die ausgestreckte Hand zum High Five zu. Worte braucht es keine. Respekt l\u00e4sst sich lautlos zollen. Und den habe ich bei allen dieser Events. Vor jedem einzelnen Teilnehmer. Jeder tr\u00e4gt seine Geschichte mit sich. Bei einem Mehrtageslauf lernt man die Mitstreiter anders kennen als bei einem Marathon oder auf noch k\u00fcrzerer Distanz. Die gemeinsame Leidens- aber auch Genusszeit ist einfach l\u00e4nger. Und solch unvergessliche Momente wie das kollektive Bestaunen eines Berges von Ketchup-Toastbroten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14270\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Gebetsfahnen.png\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Gebetsfahnen.png 960w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Gebetsfahnen-600x228.png 600w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Gebetsfahnen-300x114.png 300w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Gebetsfahnen-768x292.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/>Ich fliege. Vorbei an tiefblau leuchtenden Seen mit diesen farbigen Gebetsfahnen umspannt, durch pittoresken Wald mit teils schwarz verkohlten St\u00e4mmen (auch in diesen H\u00f6henlagen gibt es Baumbewuchs) und auf einem w\u00fcstenartigen Hochplateau, das diese Aussicht genehmigt, die mittlerweile tief eingebrannt ist in die Gehirnwindungen. Es macht riesigen Spass.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Covid? Ach ja, vor einer Woche war ich ja noch positiv. Ganz kurz kommt es mir in den Sinn. Und schon bin ich wieder in meinem eigenen Element. Wilde Pferde und eine Ziegenherde lenken meine Gedanken ins Hier und Jetzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14277\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Laeuft.png\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Laeuft.png 960w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Laeuft-600x228.png 600w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Laeuft-300x114.png 300w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Laeuft-768x292.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/>Etwa drei Kilometer vor dem Ziel applaudiert ein \u00e4lterer Mann von der nepalesischen Seite irgendwo am Strassenrand. Er kommt auf mich zu und begl\u00fcckw\u00fcnscht mich. Ich sei &#8222;forst&#8220; und tue well. Nach kurzen Hirnanstrengen ist mir klar er meint &#8222;first&#8220;. Er will mich unterst\u00fctzen und ein St\u00fcck mit mir rennen. Auf die Frage, ob er Nepali sei, antwortet er in strengem Akzent &#8222;yes, Nepali yes&#8220;. Und er wiederholt, das ich erster sei und er mir Support geben will. Und er rennt wie ein Wilder neben mir. An einem Anstieg schiebt er mich gar. Nebenher kurbele ich die Konversation an. Khagendra, was so viel bedeutet wie \u201eHerr der V\u00f6gel\u201c ist pensionierter Milit\u00e4rangestellter und h\u00fctet eine Ziegenherde hier oben. 25 bis 30 Tiere. Genau festlegen wollte er sich nicht. Und er war beim Milit\u00e4r ein L\u00e4ufer. Einmal hat er in Singapur einen Preis gewonnen. Zwischendrin sch\u00fcttelt er immer wieder meine Hand. Er begl\u00fcckw\u00fcnscht mich zur F\u00fchrung. Und ich danke ihm unentwegt f\u00fcr seine Begleitung. Es ist ein kurzweiliger Streckenteil. Und es sind genau diese Momente, die mir von den abgelegenen Gegenden in Erinnerung bleiben. Einen Kilometer vor dem Ziel verabschiedet er sich abrupt. Er m\u00fcsse nach rechts zur\u00fcck \u00fcber die Wiese nach Nepal. Und ich solle weiter meinen Weg nach Sandakphu zur Finishline machen. Shake hands und namast\u00e9 und er ist verschwunden. Das Bemerkenswerte: wir waren keineswegs langsam am Rennen. Und er weder in Laufschuhen noch sonstigem Sportequipment. An seinen Beinen &#8230; goldene Gummistiefel. Er bestand nat\u00fcrlich auch auf einem gemeinsamen Bild.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14268\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Freunde.png\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Freunde.png 960w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Freunde-600x228.png 600w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Freunde-300x114.png 300w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Freunde-768x292.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/>Den letzten Anstieg zur Ziellinie hatte ich nur diese Begegnung im Sinn. Schmunzelnd erreichte ich auch heute das Ziel als erster. Vielleicht dank der Unterst\u00fctzung meines neuen nepalesischen Freundes. Beim letzten Schrei in Sachen Gummistiefel auf dem lokalen Markt konnte ich dann aber doch widerstehen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14294\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Trendy.png\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Trendy.png 960w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Trendy-600x228.png 600w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Trendy-300x114.png 300w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Trendy-768x292.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/><\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\" start=\"3\">\n<li><strong> Etappe Sandakphu \u2013 Phalut \u2013 Rimbik<br \/>\nMt. Everest Challenge Marathon<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es geht fr\u00fch los. 4 Uhr klingelt der Wecker. Wie steht es um meine inneren Werte? Also Sauerstoffgehalt und Herzfrequenz\u2026 86% Oxygen Level und eine Ruhefrequenz von 54. Im europ\u00e4ischen Umfeld w\u00fcrde ich bei diesen Angaben entspannt im Bett bleiben und auf Sport verzichten. Hier oben lassen sich auch am Tag 3 keine Wunder am K\u00f6rper vollbringen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine Anpassung an die H\u00f6he ist so schnell nicht m\u00f6glich. Und darum die gute Nachricht des Tages: es geht heute wieder runter auf 1\u2018900 Meter. Mit einer kleinen Randbemerkung: erst nach Absolvieren eines Marathons erreichen wir das Tagesziel.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als Basis dienen wieder die bew\u00e4hrten Fr\u00fchst\u00fccksdelikatessen: Milchtee und Porridge. Entspannt beobachte ich vom Schlaflager aus, wie bereits um 5.30 Uhr die 100 Kilometer L\u00e4ufer zu ihrem, dem Ziel n\u00e4her liegenden Startpunkt gefahren werden. Ich bleibe dabei: lieber laufe ich auf dem f\u00fcr Fahrzeuge untauglichen Untergrund, als in einem Allrader den Kopf anzuschlagen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14283\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Morgenstimmung.png\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Morgenstimmung.png 960w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Morgenstimmung-600x228.png 600w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Morgenstimmung-300x114.png 300w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Morgenstimmung-768x292.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/>Kurz darauf stehen die verbliebenen 100 Meilen Teilnehmer an der Startlinie. Ja, die Fotos. Auch in der morgendlichen K\u00e4lte gibt es kein Erbarmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die ersten vierzehn Kilometer sind den gestrigen identisch. Ich warte vergeblich auf meinen Gummistiefelfreund. Wurde er nach dem illegalen Grenz\u00fcbertritt inhaftiert? Naheliegender ist, dass er sich um die wirklich wichtigen Dinge in seinem Leben k\u00fcmmern muss, die Ziegenherde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dem Kanchenjunga kommen wir heute so nah wie nie zuvor. Dieser Brocken an verschiedenen Gipfeln wirkt wie ein Gebirge f\u00fcr sich selbst. Ich versuche mir vorzustellen, dort hinaufzusteigen. In den schroffen Eis- und Felsformationen kann ich allerdings keine geeignete Route erkennen. Das ist eine andere Welt. Bergsteigen hat mich noch nicht ergriffen. Was nicht ist, kann ja noch werden. Jetzt aber erst einmal den neuen Tag aufsaugen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14281\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Military.png\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Military.png 960w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Military-600x228.png 600w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Military-300x114.png 300w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Military-768x292.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/>Es wiederholt sich und ist doch immer wieder neu. Milit\u00e4r, Natur, blauer, wolkenloser Himmel, Berge, gr\u00fcn, Wald, Steine auf dem Weg und alle drei bis vier Kilometer der Applaus der Crew an den Checkposten. Etwas ist doch anders: ein Sch\u00e4ferhund gesellt sich am Wendepunkt in Pallut zu mir und begleitet mich ein St\u00fcck auf dem Weg zur\u00fcck. Willkommene Abwechslung. Wir haben uns viel zu sagen. Also ich f\u00fchre einen Monolog. Aber zumindest kann ich die Ausdr\u00fccke in seinen Augen erkennen. Er ist genauso happy \u00fcber die \u00dcberraschung in seinem sonst so vorbestimmten Leben. Selten verirrt sich ein bunt gekleideter, mit absurdem Dialekt auf ihn einredender, schneller als die lokale Bev\u00f6lkerung durch die Zeit rasender Ausserirdischer.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14284\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Pallut.png\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Pallut.png 960w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Pallut-600x228.png 600w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Pallut-300x114.png 300w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Pallut-768x292.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/>Nach ein paar Kilometern treffe ich auf die folgenden L\u00e4ufer. Und kann ihnen Pallut, so habe ich den R\u00fcden nach seinem Heimatort getauft, f\u00fcr seinen R\u00fcckweg anvertrauen. Er schaut mir kurz nach und versteht meine Worte. Ein Umzug heute noch in einen fremden, etwa 30 Kilometer entfernten Ort w\u00e4re nichts f\u00fcr ihn. Also, falls du bei einem k\u00fcnftigen Besuch in Pallut auf ihn triffst, richte sch\u00f6ne Gr\u00fcsse von mir aus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bin ich schon im Delirium? Nein, auch wenn das Territorium absolut Anlass dazu geben k\u00f6nnte. Nach Verlassen der Hochw\u00fcste tauschen wir die Umgebung mit sattem, dichtem, dunklem Dschungel. Die hinteren 100 Kilometer L\u00e4ufer tauchen auf einem Singletrail vor mir auf. Wieder grosse Freude, einander zu begegnen. Einer der L\u00e4ufer folgt mir f\u00fcr ein paar hundert Meter. Mit Handzeichen auf seine Lunge l\u00e4sst er mich dann aber meines Weges ziehen. Es l\u00e4uft. Und es l\u00e4uft sich sagenhaft. Von hochalpiner, messnerscher Bergkulisse wechseln wir in ein Herr der Ringe Szenario. Die Trails teils nur h\u00fcftbreit. Ausgewaschene, ebenfalls nur schulterbreite Schluchten inmitten roter Erde. Es ist nicht einfach, \u00fcberhaupt einen Fuss vor den anderen zu setzen. Zwischendrin mal balancieren auf Holzbalken durch morastige Grasnaben. Pfeile, Streckenmarkierungen \u00fcberall, Bodenabs\u00e4tze k\u00f6rperhoch, die Eindr\u00fccke \u00fcberschlagen sich. Und ein Sekundenbruchteil Unachtsamkeit gen\u00fcgt und ich rolle kopf\u00fcber seitlich des Trails durch das Gras. Kurz mit dem Fuss an einer Wurzel angeh\u00e4ngt reicht, um das Gleichgewicht zu verlieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14271\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Himalaya.png\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Himalaya.png 960w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Himalaya-600x228.png 600w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Himalaya-300x114.png 300w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Himalaya-768x292.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/>Schmunzelnd bin ich l\u00e4ngst wieder auf den Beinen und weiter unterwegs. Und \u00fcberhole immer mehr der 100 Kilometer Starter. Auch heute keine B\u00e4ren, Tiger, Pandas. Und doch vollkommen ausreichende Eindr\u00fccke, um Distanz und Zeit vergessen zu machen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit jedem abnehmenden H\u00f6henmeter wird es nun heisser. Und immer noch gr\u00fcner. Der Bewuchs wuchert \u00fcberall. Und da, durch dieses Dickicht ersp\u00e4he ich das erste bunte Haus. Ein Dorf. Menschen. Leben. Diese bunten Bauwerke wie Farbtupfer an den gr\u00fcnen H\u00e4ngen drapiert. Es f\u00fchlt sich an, als w\u00e4re ich gerade wieder auf der Erde gelandet. Nach einem Trip zu einem fernen Planeten. Fahrzeugger\u00e4usche kommen auf. Bauarbeiten verursachen L\u00e4rm. Willkommen zur\u00fcck. Fluch oder Segen. Alles hat seinen Augenblick.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14296\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Wald.png\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Wald.png 960w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Wald-600x228.png 600w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Wald-300x114.png 300w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Wald-768x292.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/>\u00dcber unf\u00f6rmige Serpentinen-Treppenstufen verliere ich schnell an H\u00f6he. Kopfschmerzen habe ich schon lange nicht mehr. Und schon bald darauf stehe ich an der Br\u00fccke in Sri Khola. Ein reissender Fluss st\u00fcrzt sich zu Tal. Ein junger Bewohner m\u00f6chte ein Foto von mir. Ich nutze diese Gelegenheit auch jeweils und lasse ein Bild mit meinem Handy schiessen. Das war heute sicher verstaut und gab keinen Grund zur Aufregung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ab der Br\u00fccke folgt die Laufstrecke der Teerstrasse f\u00fcr finale f\u00fcnf Kilometer. Gesch\u00e4ftige Bergd\u00f6rfer mit applaudierenden grossen und kleinen Fans lassen diese kurzweilig erscheinen. Ein Polizist, ein ungewohnter Anblick nach den Milit\u00e4rangeh\u00f6rigen der vergangenen Tage, macht Fotos von mir. Ich habe diesen Foto-Verfolgungs-Wahn. Wird mich das je wieder loslassen? Nein, es ist Teil dieser Laufgeschichte und Teil des Himalayan Stage Race.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Etappe nimmt ihr Ende inmitten des von Menschen umherwuselnden Dorfes Rimbik. Es ist Markttag. Zwischen Gurken, Bohnen, Gew\u00fcrzmischungen und bunten Synthetik Kleidern f\u00fcr jedes Lebensalter wird dann p\u00fcnktlich zu meiner Ankunft noch das Zielbanner gespannt. Freude herrscht. Nach 5.47 Stunden in kaum zu \u00fcbertreffender Natur nenne ich es einen gelungenen Tag.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14269\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Garten.png\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Garten.png 960w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Garten-600x228.png 600w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Garten-300x114.png 300w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Garten-768x292.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/>Das G\u00e4stehaus direkt an der Ziellinie \u00fcberrascht. Suppe, Popcorn und knusprige Maisbrotfladen stillen den ersten Hunger. Und eine heisse Schokolade wird unerwartet angeboten. An den W\u00e4nden verschiedenste Startnummern von Lauf- und Mountainbike Rennen. Tenzing, der Betreiber der Pension, ist begeisterter Mountainbiker. Schon bald gibt er preis, dass er in der Schweiz auf der Weltcup Strecke in Lenzerheide war und Nino Schurter getroffen hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Mann seiner Tante sei Schweizer, der seit 25 Jahren hier in Rimbik lebt. Im Moment ist er in seinem Wochenendhaus. Vermutlich gefl\u00fcchtet vor uns \u00fcber den Ort einfallender Gruppe Ungeduldiger. Er habe l\u00e4ngst die entspannte buddhistische Lebensart angenommen. Diese wird uns eindr\u00fccklich durch die Familie vermittelt. Ausserordentlich freundlich und zuvorkommend werden wir als ihre G\u00e4ste behandelt. \u00a0Und der Garten des Hauses ist mit viel Liebe dann auch eher westlich als Himalaya gebirgig gestaltet. Palmen, Sukkulenten, englischer Rasen \u2013 alles so gar nicht typisch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14278\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Maenner.png\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Maenner.png 960w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Maenner-600x228.png 600w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Maenner-300x114.png 300w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Maenner-768x292.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/>Weitere L\u00e4ufer treffen ein. Und schw\u00e4rmen von den abwechslungsreichen Laufkilometern heute. Jeder hat dabei seine eigene Geschichte erlebt. Einzig diese Oase hier in Rimbik vereint uns.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Sonne tut gut. Und l\u00e4sst mich wegd\u00f6sen. Mein K\u00f6rper f\u00fchlt sich entspannt an. Sauerstoffgehalt 98% und Herzfrequenz um die 50. Es gibt keinen Grund mehr, innerlich gegen ungewohnte Umst\u00e4nde anzuk\u00e4mpfen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14279\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Marathon-winner.png\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Marathon-winner.png 960w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Marathon-winner-600x228.png 600w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Marathon-winner-300x114.png 300w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Marathon-winner-768x292.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/><\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\" start=\"4\">\n<li><strong> Etappe Rimbik \u2013 Palmajua<br \/>\nBack to Civilization<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um 5 Uhr \u00f6ffne ich die Augen. Nicht zum ersten Mal in dieser Nacht. Andauerndes Hundegebell ab 3 Uhr hat keinen geruhsamen Schlaf zugelassen. Trotz immer wieder kurzen Wachphasen f\u00fchle ich mich erholt. Das ist eine Erkenntnis von fr\u00fcheren Mehrtagesl\u00e4ufen: anstatt energetisch abzubauen, werden K\u00f6rper und Geist von Tag zu Tag st\u00e4rker. Noch ein letztes Mal \u00fcberpr\u00fcfe ich HF und Oxygen. 42 und 99, meine von Hause gewohnten Werte sind zur\u00fcck.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14289\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Schulkinder.png\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Schulkinder.png 960w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Schulkinder-600x228.png 600w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Schulkinder-300x114.png 300w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Schulkinder-768x292.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/>Der Himmel erstrahlt wieder in diesem unvergleichlichen Himalaya Blau. Bereits um 6 Uhr wuseln die ersten Kinder des benachbarten Internats umher. Ich w\u00fcrde gerne einen Tag mit ihnen in der Schule verbringen. Das ist allerdings nicht die Mission f\u00fcr heute.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Fast schon tr\u00e4ge verbringen wir die Zeit bis zum Start. Easy morning. Die Startzeit ist auf 8.45 Uhr angesetzt. Die vergleichsweise kurze Etappe von 19 Kilometern bestreiten 100 Meilen und 100 Kilometerl\u00e4ufer gemeinsam. Also zumindest den Start. Dann zieht sich das Feld bei Verlassen des Ortes schnell auseinander. In den Gassen herrscht Ruhe. Die meisten L\u00e4den sind noch geschlossen, einzig Schuluniformen bewegen sich Richtung Klassenzimmer.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Absch\u00fcssig rollt es gut auf einer acht Kilometer Teerstrasse. Der Blick schweift dabei \u00fcber das weite Tal auf die steilen, gegen\u00fcberliegenden bewaldeten H\u00e4nge mit den bunten Farbtupfern. Ein Impressionist k\u00f6nnte das nicht besser zeichnen. Die Einschnitte ins Tal sind bis zu 1\u2018000 Meter tief. Schnee gibt es in diesen H\u00f6henlagen selbst in den Wintermonaten nur an einzelnen Tagen. Die malerisch angelegten Terrassenfelder zeugen von Fruchtbarkeit. Langeweile ist anders, trotz Laufen auf einer befestigten Strasse. In der Ferne ist die Silhouette Darjeelings erkennbar.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14300\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Zivilisation.png\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Zivilisation.png 960w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Zivilisation-600x228.png 600w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Zivilisation-300x114.png 300w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Zivilisation-768x292.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/>Die Verpflegungsposten verfliegen heute f\u00f6rmlich. Ich muss nur einmal eine kleine Flasche mit Wasser nachf\u00fcllen. Mein K\u00f6rper fragt nicht nach mehr. Das Tempo ist moderat. Ich bin nicht im roten Bereich. Die Reserven am eigenen Leib gen\u00fcgen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ab der H\u00e4lfte der Strecke geht es in den Gegenanstieg. Ebenfalls auf Asphalt, aber der Untergrund wird schlechter. Der Wald ist naturbelassen. Urwald. H\u00e4ngende \u00c4ste ranken sich um moosbedeckte St\u00e4mme. Unter Zedern und allerlei Laubb\u00e4umen mischt sich Bambus. \u00dcberdimensioniert. Sch\u00e4tzungsweise 20-25 Meter hohe St\u00e4mme. Fauna gibt es nur wenig zu entdecken. Mal ein Eichh\u00f6rnchen, oder ein Vogel, der durch die Baumwipfel st\u00fcrmt. Nichts Spektakul\u00e4res.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14263\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Farbenfroh.png\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Farbenfroh.png 960w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Farbenfroh-600x228.png 600w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Farbenfroh-300x114.png 300w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Farbenfroh-768x292.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/>Genau wie die Etappenankunft. Hinter einer Kehre wartet das Banner. Bei jedem kreuzenden Auto springen alle Beteiligten auf die Seite, um im n\u00e4chsten Moment wieder bereit zu sein f\u00fcr den kommenden L\u00e4ufer. Nach gem\u00fctlichen 2.15 Stunden und vielen Fotostopps unterwegs ist der vierte Tag bereits Geschichte. Nur noch eine Etappe. Keine Zeit f\u00fcr Melancholie. Mit der Erholung nach der vorletzten Teilstrecke beginnt die Vorbereitung auf den n\u00e4chsten Abschnitt, die finalen Kilometer von morgen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein guter Vormittag. Erneut. Wir sitzen auf dem warmen Strassenbelag und warten. Auf den n\u00e4chsten Zieleinlauf oder den rettenden Sprung an den Rand, sobald eines der unnachgiebig, sich den Berg hinaufschleppenden Himalaya tauglichen Fahrger\u00e4tschaften n\u00e4hert. Das kann ein stark dieselqualmender Bus, ein alter rostiger Land Rover oder ein schnieker weisser Touristen Van eines japanischen Anbieters sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir warten weiter. Auf unseren Bus. Oder besser: bis der letzte Teilnehmer die Etappe beendet hat. Jeder Einzelne wird dabei mit tosendem Applaus gefeiert. Danach geht es zur\u00fcck zu Tenzing. Und zu seiner heissen Schokolade.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14292\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Sri-Khola.png\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Sri-Khola.png 960w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Sri-Khola-600x228.png 600w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Sri-Khola-300x114.png 300w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Sri-Khola-768x292.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/>Damit keine Langeweile aufkommt, hat der Veranstalter f\u00fcr heute eine Folkloreband engagiert. Nepalesisch-indisch-himalayisch oder wie auch immer dieses Gedudel im Gleichklang aus uns unbekannten Blechinstrumenten bezeichnet wird. Mr. Pandey ist auch immer f\u00fcr \u00dcberraschungen gut: Jeder Teilnehmer wird aufgefordert, T\u00e4nze, Gesang oder sonst irgendetwas aus seiner Heimat vorzutragen. Er spart sich damit nicht nur die Ausgaben f\u00fcr eine Tanzgruppe, nein, er schafft es tats\u00e4chlich, dass am Ende alle wild zu halbtonlosen Rhythmen \u00fcber den Rasen h\u00fcpfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Fast ersch\u00f6pfter als vom Laufen st\u00fcrzen wir uns auf Linsen, Reis, gebratene Nudeln und was das Buffet heute sonst noch Feines hergibt. Und sind p\u00fcnktlich zur Tagesschau Sendezeit in der Koje. Kann das Leben sch\u00f6ner sein?<\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\" start=\"5\">\n<li><strong> Etappe Palmajua \u2013<\/strong> <strong>Maneybhanjang<br \/>\nGrande Finale<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist noch dunkel, als wir in der kleinen Gaststube unseres fast Schweizer Gasthauses bei Toast, Marmelade, Porridge und Tee den Tag beginnen. Am gegen\u00fcberliegenden Hang leuchten punktuell einzelne H\u00e4user auf. Die Bewohner hier in den Bergen beginnen ihren Tag fr\u00fch. Das Sonnenlicht wird vollends ausgenutzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei der Abfahrt mit dem Bus, diesem knapp dreissig Pl\u00e4tze bietenden klapprigen, indischen Vehikel mit einer M\u00e4ngelliste, die weit entfernt von Verkehrstauglichkeit ist, schl\u00e4ft die Stadt noch. Einzig ein Hund will spielen. Er darf unsere Aufmerksamkeit aber nicht lange geniessen. \u00dcber die gleiche Strasse, die wir gestern am Morgen gerannt und am Nachmittag mit dem Bus zur\u00fcckgekehrt sind, geht es zum Start. Eine Stunde Anfahrt. F\u00fcr eine Schrecksekunde sorgt der Fahrer, als er in einer Kehre ein Hinterrad neben der Strasse platziert. Der Bus sackt kurz ab, f\u00e4ngt sich aber im selben Moment wieder.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14257\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Begleitbus.png\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Begleitbus.png 960w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Begleitbus-600x228.png 600w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Begleitbus-300x114.png 300w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Begleitbus-768x292.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/>Und genau in diesem Nirgendwo, in dem wir gestern die Zielbanner kreuzten, erfolgt heute der Start. Die Ansage ist einfach: 10 Kilometer bergan und 17 Kilometer bergab. Alles sch\u00f6n gleichm\u00e4ssig vom H\u00f6henprofil her. Auf Asphalt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was bewegt meinen Kopf? Oder: was ist mein Ziel f\u00fcr heute? Rennen. Einfach mal einen Tag, eine Etappe bei diesem Event unter Vollgas flitzen. Alles geben. Den K\u00f6rper sp\u00fcren. Auch leiden. An Grenzen gehen ist immer ein schwieriger Begriff. Unsere Grenzen sind so weit von dem gef\u00fchlten Zustand, an sie zu stossen entfernt. Ich will mich fordern. Die Beine sollen brennen. Leben erwecken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und so getrimmt jage ich durch den tiefen Wald Darjeelings diese unscheinbare Nebenstrasse hinauf. Noch nicht am Anschlag. Ich kann den Puls an den Schl\u00e4fen h\u00e4mmernd sp\u00fcren. Heute bleibt das Handy im Rucksack. Fotos habe ich gen\u00fcgt von den vergangenen Tagen. Und doch jagen mir Gedanken durch den Sinn. W\u00e4hrend ich dieses fantastische Abenteuer bereits vor seinem Ende Revue passieren lassen, lege ich mir ein Konstrukt f\u00fcr eine Dankesrede zurecht. Bis zur abschliessenden Zeremonie am Abend muss sie dann nur noch verfeinert werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Insekten surren laut im Morgenlicht. Der Wald lebt. Und ich auch. Ich f\u00fchle mich gerade so lebendig. Das Blut schiesst mir durch die Bahnen. Die Sinne sind gesch\u00e4rft. Unser Begleitbus \u00fcberholt mich. Die Starter \u00fcber die 100 Kilometer Distanz beginnen ihre Etappe heute erst oben im kleinen Bergdorf Dhotrey und laufen nur die abschliessenden Kilometer downhill. Jubel dringt aus allen \u00d6ffnungen und mischt sich mit den brummenden Motorger\u00e4uschen und monotoner Musik aus dem Weltempf\u00e4nger. Das motiviert zus\u00e4tzlich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14287\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Run-Forest-Run-1.png\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"365\" \/>Nach etwas \u00fcber einer Stunde bin ich oben. Ein letztes Mal auf 2\u2018500 Metern. Ein letzter Blick zur\u00fcck auf den Kanchenjunga. Das Motiv hat sich bereits fest eingebrannt. Auch im Schlaf kann ich die Umrisse dieses Riesen deuten. Dhotrey ist f\u00fcr mich nur ein Checkposten. Mehr nehme ich nicht wahr. Eine Unterschrift auf ein Blatt Papier und weiter geht\u2019s.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine wahnwitzige Idee keimt auf. Und w\u00e4chst schnell heran. Ich k\u00f6nnte versuchen, den schnellsten L\u00e4ufer der 100 Kilometer Kategorie einzuholen. Wie lange sind sie schon unterwegs? Keine Ahnung. Wie weit ist er vor mir? Keine Ahnung. Das Hirn schaltet jetzt ab. Wie angestochen rase ich die Strasse hinunter. Beim \u00dcberholen der hinteren L\u00e4ufer rufe ich jedem eine kurze Motivationsfloskel zu. Keine Zeit f\u00fcr Selfies heute. Ich bin auf einer Mission!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14280\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Markt-1.png\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"365\" \/>Ich habe die \u00fcberholten Teilnehmer nicht gez\u00e4hlt. Und weiss auch nicht einmal, wer Zweiter im Ranking ist. Im Kopf \u00fcberschlagen sich die Zahlen. Wenn ich einen Schnitt von um die 4.30 Minuten pro Kilometer laufe, schaffe ich es gar noch, unter zwanzig Stunden als Gesamtzeit zu bleiben. Ja, ich weiss, ohne all die Fotostopps w\u00e4re ich auch darunter. Das ist mir in diesem Moment egal. So ein Tempo bin ich schon lange nicht mehr \u00fcber eine l\u00e4ngere Dauer gerannt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Je n\u00e4her ich dem Ziel komme, realisiere ich, dass mein Vorhaben f\u00fcr mich zu hoch gesteckt ist. So viel ich auch Zahlen w\u00e4lze, ich werde die magische Stundengrenze um zwei Minuten verpassen. Das ist mir etwa f\u00fcnf Kilometer vor dem Ziel bereits bewusst. Und doch pusche ich hart. Es macht Laune. An einem Checkposten reisse ich dem verantwortlichen Zeitnehmer den Kugelschreiber aus der Hand. Es gibt keine Sekunde zu verschenken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine ungewisse Gr\u00f6sse ist die Distanz. In den vergangenen Tagen entsprach die ausgeschriebene Strecke nie der tats\u00e4chlichen. Ich darf nicht \u00fcber 2.44 Stunden unterwegs sein. Dann l\u00e4ge ich exakt bei zwanzig Stunden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14267\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Frechdachs.png\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Frechdachs.png 960w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Frechdachs-600x228.png 600w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Frechdachs-300x114.png 300w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Frechdachs-768x292.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/>Kurz vor dem Zielort Maneybhanjang applaudieren Strassenbauarbeiter. Die ersten H\u00e4user tauchen auf. Wie weit ist es noch bis zur Ziellinie? Zwei Autos haben sich so in den engen Strassen verkeilt, dass es auch f\u00fcr mich kein Durchkommen gibt. Ich trommele an die Blechkarossen und dr\u00fccke mich zwischen ihnen durch. Einer der Organisatoren kommt mir entgegengerannt und deutet mit wild fuchtelnden Handbewegungen darauf hin, dass es nicht mehr weit ist bis zur Ziellinie. Eine Spalier aus uniformierten Schulkindern winkt mir brav mit kleinen, indischen Flaggen entgegen. Und da ist es: das Zielbanner mit der Aufschrift \u201eHimalayan 100 Mile Stage Race\u201c. Voller Schwung reisse ich das Teil beim \u00dcberqueren der Ziellinie mit mir.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">V\u00f6llig ausser Atem nehme ich Gl\u00fcckw\u00fcnsche entgegen. Eines der Schulkinder h\u00e4ngt mir einen farbenfrohen Gebetsschal \u00fcber. Die Endorphine tanzen eifrig auf und ab. Lachen. Weinen. Erst einmal Luft holen. Was soll ich als erstes machen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14290\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Sieger.png\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Sieger.png 960w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Sieger-600x228.png 600w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Sieger-300x114.png 300w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Sieger-768x292.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/>Tejinder, der starke Sieger der 100 Kilometer Wertung kommt auf mich zu. Zufrieden lachend scherzt er: er hat mich atmen h\u00f6ren, meine Schritte wahrgenommen. Das hat ihn umso mehr angetrieben. Am Ende war er f\u00fcnfzehn Minuten vor mir im Ziel.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und was ist aus meiner Zielzeit von zwanzig Stunden geworden? 20.02 Stunden steht in der Ergebnisliste. Ich habe diese runde Nummer tats\u00e4chlich um zwei Minuten verpasst. Was sagt aber schon eine Zahl \u00fcber das Erlebte der vergangenen Tage aus. Ich bereue keine Sekunde, die ich unterwegs angehalten und mit Menschen geschwatzt, bereitwillig f\u00fcr Fotos posiert und auch unz\u00e4hlige eigene Aufnahmen f\u00fcr die Datenbank und diesen Bericht hier gemacht habe. Ich habe das Abenteuer im Himalaya gesucht und beim Himalayan Stage Race gefunden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am Ende steht mein erster Sieg bei einem Etappenlauf zu Buche. Nach einem dritten Platz 2018 in der W\u00fcste Gujarat\u2019s und einem zweiten Platz in Rajasthan 2019, nun also das oberste Treppchen in Darjeeling. Indien ist einfach immer f\u00fcr \u00dcberraschungen gut. Ich feiere den Erfolg bei einem Kopfstand auf der Ziellinie und inmitten der Schulkinder wenig sp\u00e4ter im Gemeindehaus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14273\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Jubel.png\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Jubel.png 960w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Jubel-600x228.png 600w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Jubel-300x114.png 300w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Jubel-768x292.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/>Immer mehr Teilnehmer treffen ein. Alle, ohne Ausnahme mit einem breiten Lachen der Zufriedenheit auf dem Gesicht. Hier, in den Strassen von Maneybhanjang, wo dieser Flirt mit der wilden Natur des Himalaya vor f\u00fcnf Tagen begann, endet das Erlebnis. Egal ob zehn Jahre oder 81, gl\u00fcckselig liegen sich alle in den Armen. Und das never ending Ritual, das uns schon die gesamte Woche begleitete, will auch heute kein Ende nehmen: Fotos, Fotos, Fotos.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine kleine Gruppe von 28 Teilnehmern und gef\u00fchlt die doppelte Zahl an Helfern und Betreuern sitzen am fr\u00fchen Abend im Seminarraum im G\u00e4stehaus in Mirik. Genau wie vor einer Woche. Und genau wie auch die Er\u00f6ffnung wird die heutige Zeremonie den Zweistundenrahmen sprengen. Medaillen, Pokale, spezielle W\u00fcrdigungen. Wie auch jeder Laufkilometer geh\u00f6rt diese Prozedur dazu. Und jeder einzelne Teilnehmer bekam die M\u00f6glichkeit, seine Eindr\u00fccke in ein paar Worten zusammenzufassen.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Dankesrede<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4hrend der zweist\u00fcndigen R\u00fcckfahrt im R\u00fcttelbus blieb mir ausreichend Zeit, um an dem Redeger\u00fcst zu feilen, was ich mir auf den abschliessenden Laufkilometern zurechtgelegt habe:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14261\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Danksagung.png\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Danksagung.png 960w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Danksagung-600x228.png 600w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Danksagung-300x114.png 300w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Danksagung-768x292.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/>Here we are. End of a journey. I am not sure what you think when you are hours and hours out there. For me, I had a movie in my mind. We are all part of a shooting. For a new upcoming blockbuster.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">That needs lot of people behind the scenes. Volunteers, doctors, course markers, drivers, awesome hosts at the guest houses, helping hands at aid stations and many more. A special mention goes to the course markers. My extraordinary skill in a multiday race is getting lost. Here, they gave me no chance. Even when I tried hard to not follow the arrows. They were there. Always. And I didn&#8217;t miss a single one. Thanks to everyone making that great race happen!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">And than we have a another important group of people for a movie. That&#8217;s all of you. You may see me as a runner. At the end of the day we are all same. As soon as we put running shoes on. Equal. Humans. Doesn&#8217;t matter nationality, lifestyle, language, religion or even age. See Brigitta and Helmut. You all keep that up and move your body. Everyone of us is chasing his own goals, has his own dreams. And pushing his own limits.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">A movie needs another person. The person that put that puzzle parts together. A directeur. Or producer. That is the part of Mr Pandey. He created a special race many years ago. In an amazing scenery. And built it up to a mark on the worlwide ultra running calender. But as a boss he has not only communicate nice things. Or do you all like a wake up at 4am or several hours bus ride on bumpy Himalaya roads ? That is also part of the adventure. Of our movie. Don&#8217;t worry, Mr Pandey, we only keep all the great awesome moments in our mind. Thank you for that unforgetable week!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So now. That movie will not be delivered to your mailbox. You have to create your own out of last week. For some it will be a nature documentary, for others a comedy. Or maybe a clip about life changing inspiration. When I think about the bus rides or the dancing last night, it could be a musical. And for other it seems like a horror movie or a love story. A wide range. It&#8217;s up to you, how to look at it. And when you go out for a run in future or even when it is a bit harder in life, reload the movie from your brain and smile. Happy. Satisfied. As I will do!<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14262\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Everest.png\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Everest.png 960w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Everest-600x228.png 600w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Everest-300x114.png 300w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Everest-768x292.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/><\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Ach ja, das Klassentreffen<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie eingangs erw\u00e4hnt, habe ich aufgrund des Covid Infekts mein Klassentreffen sausen lassen. Manchmal h\u00e4lt das Leben verbl\u00fcffende Begebenheiten bereit. Auf dem R\u00fcckweg verabrede ich mich in einem Hotel am Flughafen in Delhi mit einem alten Laufkumpel aus Indien. Er wusste, dass ich am Stage Race war und schlug kurzerhand ein Treffen vor. Wie hat er erfahren, dass ich grad Zeit in Indien verbringe? Tejinder, der 100 Kilometer Sieger hat ein Foto mit mir in der WhatsApp Gruppe unter ehemaligen Klassenkameraden geteilt. Darunter ist auch mein alter Laufkumpel. Als ich dann in der Hotelbar zur vereinbarten Zeit eintreffe, stellt er mir zwei andere indische Reisende vor. Beide auf dem Weg zur\u00fcck in ihre Wahlheimat, einer nach London, der andere nach Kanada.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und dreimal d\u00fcrft ihr raten? Ja, beides Klassenkameraden derselben Klasse. Das war nicht geplant, die drei Jungs sind willk\u00fcrlich ineinandergelaufen. Kurzerhand werden telefonisch noch andere Mitsch\u00fcler kontaktiert und schon bald sitze ich in einer Gruppe \u00e4lterer Herren, die sich teils seit 30 Jahren nicht mehr gesehen haben. Tejinder wird per Videochat hinzugeschaltet. Geschichten. Gel\u00e4chter, das ein oder andere Getr\u00e4nk. Meine verpasste Klassenzusammenkunft wurde somit einfach r\u00e4umlich und zeitlich verlegt. Lustiger Zufall, bei 1,6 Milliarden Einwohnern des Landes.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Res\u00fcmee<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14299\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Zeremonie.png\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Zeremonie.png 960w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Zeremonie-600x228.png 600w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Zeremonie-300x114.png 300w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Zeremonie-768x292.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/>Was bleibt vom Himalayan Stage Race in Erinnerung? Neben den atemberaubenden Ausblicken, nicht nur der absoluten H\u00f6he geschuldet, auch diese l\u00e4ssige, aber nicht fahrl\u00e4ssige indische Organisationskunst. Nichts ist in Stein gemeisselt. Es bedarf einer gewissen Lockerheit im Umgang damit. Mit unserem westlichen Denken kommt man da nicht allzuweit. Man bricht aber auch nicht in eine ferne Welt auf, um die gleichen Erfahrungen wie zu Hause zu machen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein weiterer hervorzuhebender Punkt ist der Respekt untereinander. Egal, welchen Leistungsanspruch ein jeder f\u00fcr diesen Event f\u00fcr sich gesetzt hat, Olympiasieger oder Weltmeister wird hier keiner von uns. Mit dem Gedanken l\u00e4sst es sich gut leben. Ob jetzt mehr oder weniger Zeit f\u00fcr Fotos oder Small Talk am Wegesrand verplempert wird, es sind nicht die zwei Minuten, die am Ende entscheiden. Begegnungen, gemeinsam Erlebtes, Zufriedenheit und einfach nur Sein pr\u00e4gen die Aufzeichnungen im Oberst\u00fcbchen. Daf\u00fcr lohnt es, eingetretene Wege zu verlassen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14285\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Podium.png\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Podium.png 960w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Podium-600x228.png 600w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Podium-300x114.png 300w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Podium-768x292.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row][vc_column][vc_column_text el_class=&#8220;&#8220; css=&#8220;&#8220;] 160 Kilometer in The House of Snow Wir sind weit weg. Weg von westlichen Gewohnheiten und weit \u00fcber Meeresspiegelh\u00f6he. 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