{"id":14501,"date":"2023-08-02T16:17:02","date_gmt":"2023-08-02T16:17:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.actreme.com\/?p=14501"},"modified":"2025-04-18T16:37:21","modified_gmt":"2025-04-18T16:37:21","slug":"high-5","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maikbecker.ch\/index.php\/2023\/08\/02\/high-5\/","title":{"rendered":"High 5 im Himalaya"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row][vc_column][vc_column_text el_class=&#8220;&#8220; css=&#8220;&#8220;]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Leh-Manali-Highway im Norden Indiens taucht immer wieder in den Aufz\u00e4hlungen der gef\u00e4hrlichsten Strassenverbindungen der Welt auf. Die h\u00f6chsten befahrbaren P\u00e4sse unseres Planeten liegen auf dieser wichtigen Versorgungsachse im Himalaya. Ansiedlungen sind nur sp\u00e4rlich ges\u00e4t. Zu unwirtlich als Lebensraum f\u00fcr uns Menschen. 480 Kilometer Asphalt, Schotter, Erdrutsche, Eis und Schnee. Schwindelerregend windet sich die Trasse durchschnittlich auf \u00fcber 4&#8217;000 Metern durch die hochw\u00fcstenartige Landschaft. Nichts f\u00fcr schwache Nerven, selbst als Passagier eines Verkehrsmittels. Die H\u00f6he fordert den Tribut eines jeden Einzelnen. Und doch gibt es hier oben einen Wettlauf. Gegen Kilometer, gegen die Uhr und am meisten gegen sich selbst beim Kampf um jedes verf\u00fcgbare Gramm Sauerstoff.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Atemnot als st\u00e4ndiger Begleiter<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eIf only they knew what awaits them &#8211; happy faces before the Hell. They are about to enter at The Great Himalayan Running Festival 2023.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">We wish every one the best of their runs at the most gruesome festival of road running in India.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Let&#8217;s see how hell it can get!\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-14509 size-full\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/diagonale-high-5.png\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/diagonale-high-5.png 960w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/diagonale-high-5-600x228.png 600w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/diagonale-high-5-300x114.png 300w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/diagonale-high-5-768x292.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/>Das Great Himalayan Running Festival findet in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal statt. Verschiedene Strecken bis hin zum Hell Ultra \u00fcber die gesamten 480 Kilometer nonstop sind f\u00fcr wagemutige Ausdauerathleten im Angebot. Diese unglaubliche Distanz haben seit der Erstaustragung gerade einmal drei Starter ins Ziel gebracht. Da klingt die Herausforderung, f\u00fcnf Marathons an f\u00fcnf aufeinanderfolgenden Tagen zu absolvieren, doch gleich viel entspannter. High 5 heisst dieser Wettlauf. L\u00f6sbar? Zehn Teilnehmer treten in diesem Jahr an, zwei Frauen und acht M\u00e4nner.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es beginnt mit einer nicht endend wollenden Busfahrt. Anstatt zw\u00f6lf waren es sechzehn Stunden. Von Delhi nach Manali, quer durch Indiens Norden. Bereits hier ein Vorgeschmack auf das, was mich in den kommenden Tagen erwartet. Aufreibende Stunden auf der Strasse. Inklusive aller landestypischen Gepflogenheiten. Hupkonzerte. Abrupte Richtungswechsel. \u00dcberm\u00fcdeter Fahrer. Ger\u00e4usche. Ger\u00fcche. Mitreisende erbrechen. Nein, es trifft wohl eher den Punkt zu sagen: sie kotzen sich die Seele aus dem Leib.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Abfahrt ist an einem Sonntag, morgens um 9.30 Uhr an einer Strasse N\u00e4he der Metrostation Kashmiri Gate irgendwo mitten in der Milionenmetropole. Mein Freund Chander kommt auf einen Tee vorbei. Naja. Eigentlich. Wenn es nicht Sonntag w\u00e4re und das Caf\u00e9, das uns als Treffpunkt dient, geschlossen h\u00e4tte. Auch wenn es nichts mit einem aufputschenden Getr\u00e4nk nach der langen Anreise aus Europa wurde, bin ich ihm doch f\u00fcr seine Anwesenheit \u00fcber alle Massen dankbar. Ohne seine Ortskenntnis und \u00dcbersetzungsk\u00fcnste h\u00e4tte ich den Bus nie erwischt. Dann h\u00e4tte diese Laufgeschichte hier bereits ein Ende. Ohne Lauf.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Keine Bushaltestelle, kein Busbahnhof. Irgendwo in Delhi an einer Hochstrasse warten wir geduldig auf den Transportunternehmer. Das Thermometer zeigt bereits Werte jenseits der dreissig Grad Celsius. Auf der Strasse Gewusel. Autos, Mopeds, Rikschas, LKW, Menschen und lokale Busse. Durch Handzeichen machen die Wartenden auf sich aufmerksam. Und springen auf die kurz stoppenden alten, etwa zwanzig Pl\u00e4tze bietenden, teils fensterlosen \u00f6ffentlichen Verkehrsmittel. Wohin die einzelnen Busse fahren bleibt ein R\u00e4tsel. Wissen es die Passagiere? Weiss es der Fahrer? Es wirkt wie eine sich t\u00e4glich wiederholende \u00dcberraschungstour. Zumindest angeschrieben ist nichts.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-14512 size-full\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/gebetsfahnen-high-5.png\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/gebetsfahnen-high-5.png 960w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/gebetsfahnen-high-5-600x228.png 600w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/gebetsfahnen-high-5-300x114.png 300w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/gebetsfahnen-high-5-768x292.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/>Unser Bus nach Manali sollte \u00fcberlandtauglich sein. So viel war klar. Chander gibt mir zu verstehen, dass ich nicht den offiziellen Bus gebucht habe. Irgendein semi legales Unternehmen, dass sich anbietet, Himalaya Reisende gen Berge zu man\u00f6vrieren. Und genauso verl\u00e4uft auch das Abholen. An der Auffahrt zur Hochstrasse stoppt der Transporter nicht etwa. Nein, die Passagiere m\u00fcssen die Hochstrasse entlang ein St\u00fcck hinaufrennen, um sich gl\u00fccklich zu sch\u00e4tzen, den reservierten Platz zu ergattern. Etwas Abstand zur Gesetzeshand. Semi legal. Die Geschichte beginnt mir zu gefallen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Chander verabschiedet sich, nicht ohne sicherzugehen, dass ich auf dem richtigen Sitz platzgenommen habe. Alles nummeriert, alles safe. Es gibt eine f\u00fcnf Deziliter PET Flasche mit Wasser, das wird ja wohl gen\u00fcgen f\u00fcr eine halbt\u00e4gige Tour. Und los geht es. Raus aus dem Molloch Delhi, Auf dem Highway Richtung Himalaya. Und dort, auf einer der bekanntesten Hochgebirgs-Strassen wird sich der kommende Wettlauf abspielen. Es wird ein Roadmovie. Der Leh-Manali-Highway. Ein Klang wie Musik in den Ohren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein paar Tage verbleiben noch in der quirligen, niemals leise wirkenden Bergstadt Manali. Unter Indern eine beliebte Sommer- aber auch Winterdestination. Im heissen indischen Sommer sind die Temperaturen hier oben angenehmer und im Winter findet sich unweit des Ortes eines von drei Skigebieten des Landes. Die Bespassung der kleinen, aber auch \u00e4lteren Reisenden kommt keinesfalls zu kurz. Kamelreiten, Paragliding, Pferdetouren, Ausfl\u00fcge in echten Schnee, Tempelbesuche, \u00fcberall Essen und Trinken und Einkaufen sind die Lieblingsbesch\u00e4ftigungen. Um darin nicht unterzugehen, aber auch zur Anpassung an die H\u00f6he gibt es um Manali herrliche Trails bis hinauf auf 3\u2018500 Meter.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14527\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/yurte-high-5.png\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/yurte-high-5.png 960w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/yurte-high-5-600x228.png 600w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/yurte-high-5-300x114.png 300w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/yurte-high-5-768x292.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/>Den ersten pers\u00f6nlichen Kontakt zum Laufveranstalter gab es zwei Tage vor dem offiziellen Start. Alle ganz entspannt und Ruhe ausstrahlend. The Hell Race heisst die Hauptorganisation, die sich f\u00fcr das hier stattfindende Great Himalayan Running Festival, kurz GHRF verantwortlich zeigt. Neben diesem Laufevent gibt es weitere \u00fcber das Jahr und \u00fcber das Land verstreute Ultra-Herausforderungen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie wird man auf solch einen Anlass aufmerksam? Im Schweizer Laufkalender ist er jedenfalls nicht gelistet. Da gibt es gl\u00fccklicherweise die internationale Laufcommunity. Irgendjemand hat da immer eine tolle Idee \ud83d\ude09. Unterst\u00fctzt von Online-Plattformen, die sich auf Ausdauersport spezialisiert haben. Dort kann man je nach Gusto einen Kontinent, einen Monat und auch die gew\u00fcnschte Strecke eingeben und die Suchmaske spuckt entsprechend Ergebnisse aus. So auch beim GHRF. Die l\u00e4ngste angebotene Distanz betr\u00e4gt 480 Kilometer. Die gesamte Strecke von Manali nach Leh. Nonstopp. Gut, jeder entscheidet selbst, wann, wo oder wie lange er Pausen macht. Einzig das Zeitfenster von 120 Stunden setzt dem unbegrenzten Vergn\u00fcgen ein Limit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Verbindung mit der H\u00f6he, auf der der Lauf stattfindet, sind das (bis hierhin) f\u00fcr mich unrealistische Zahlen. Seit der Erstaustragung 2016 gab es gerade einmal vier Finisher. Eigentlich drei, da die ungarische Ultra Legende Ferenc Sz\u00f6nyi den Wettkampf zweimal durchgezogen hat. Eine Herausforderung, bei der ich mich in diesem Jahr noch nicht sehe. Noch nicht. Und so viel kann ich vorwegnehmen: auch dieses Mal haben beide Starter die Ziellinie nicht gesehen. Die Angeh\u00f6rigen der indischen Armee mussten nach 220 Kilometern und \u00fcberschrittener Cut-Off Zeit aufgeben.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14525\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/truck-runner-high-5.png\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/truck-runner-high-5.png 960w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/truck-runner-high-5-600x228.png 600w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/truck-runner-high-5-300x114.png 300w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/truck-runner-high-5-768x292.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/>Ist das alles noch gesund?<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Stattdessen stellen f\u00fcnf Marathons an f\u00fcnf aufeinanderfolgenden Tagen eine l\u00f6sbare Aufgabe dar. Beim High 5, wie dieser Wettkampf heisst, treten in diesem Jahr 10 Teilnehmer an. Acht Jungs und zwei M\u00e4dels. Interessanter Fakt: bislang hat noch keine Frau das Rennen beenden k\u00f6nnen. Wird es zu einem Jubil\u00e4um im 2023 kommen? Vero aus Frankreich und Ronel aus S\u00fcdafrika sind weitgereiste Ultra Athletinnen, die allerdings noch \u00fcber keine Erfahrung in der H\u00f6he verf\u00fcgen. Bei den m\u00e4nnlichen Startern stehen sechs in den Diensten der indischen Armee. Ein weiterer indischer Teilnehmer kommt aus Bangalore, dem heissen S\u00fcden des Landes. Und dann bin da noch ich. Ein \u00fcberschaubarer Haufen, oder besser ein H\u00e4ufchen, das sich an einem kalten Dienstagmorgen um f\u00fcnf Uhr in Marhi auf 3\u2018300 Meter \u00fcber dem Meer an eine ungewisse Aufgabe st\u00fcrzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was macht diese Strasse und den Wettkampf High 5 aber so besonders? Ein paar Details f\u00fcr Zahlenverliebte sorgen bereits f\u00fcr Atemnot. F\u00fcnf Marathons an f\u00fcnf Tagen. So weit, so gut. H\u00f6chster zu \u00fcberquerender Punkt ist der Tanglang La mit 5&#8217;325 Metern. Die maximale Schlafh\u00f6he w\u00e4hrend des Wettkampfes liegt bei 4&#8217;700 Metern. Das Zeitlimit f\u00fcr die total 210 Kilometer betr\u00e4gt 40 Stunden. Klingt entspannt? Pikanter Zusatz: bei 4&#8217;000 Metern H\u00f6he stehen aufgrund fehlenden Partialdruckes nur etwa 60 Prozent, ab 5&#8217;300 Metern nur noch etwa 50 Prozent Sauerstoff zur Verf\u00fcgung. Auf die Leistungsf\u00e4higkeit hat das signifikante Auswirkungen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Interessant zur Lage des Leh-Manali-Highway ist, dass sich diese Verbindung von S\u00fcd nach Nord durch den Himalaya Hauptkamm auf zirka den Breitengraden von Marokko befindet. Warum interessant? In Gebieten mit niedrigen Breiten ist der barometrische Druck in einer bestimmten H\u00f6he gr\u00f6sser als der Druck in gleicher H\u00f6he in Gebieten mit mittleren und hohen geografischen Breiten. Das bedeutet, je n\u00e4her der Berg an einem der beiden Pole unseres Erdballs liegt, desto h\u00f6her f\u00fchlt sich die H\u00f6he an, als sie tats\u00e4chlich ist. Dieser Teil des Himalaya liegt also vergleichbar mit den Alpen auf einem angenehmeren Breitengrad.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gelaufen wird hier von S\u00fcd nach Nord, aus dem dicht bewaldetem Gebiet um Manali ins karge Leh, der Hauptstadt des ehemaligen K\u00f6nigreiches Ladakh im Regenschatten des Himalayas.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14515\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/lachungla-high-5.png\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/lachungla-high-5.png 960w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/lachungla-high-5-600x228.png 600w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/lachungla-high-5-300x114.png 300w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/lachungla-high-5-768x292.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/>Wie bei so manch anderem Etappenrennen in der Vergangenheit sind nicht allein die Wettkampfkilometer ausschlaggebend f\u00fcr einen pers\u00f6nlich erfolgreichen Event. Der Schlaf ist da so ein weiterer Parameter, der Einfluss auf das Wohlbefinden der L\u00e4uferschar nimmt. Und gerade diese Stunden der Ruhe vermasselt uns jemand in der Nacht vor der ersten Etappe. In Zweierzelten in einer im Rohbau befindlichen Garage untergebracht, ist Abstand soundso schon ein Fremdwort. Zus\u00e4tzlich wird unsere Geduld durch einen Telefonisten strapaziert. Stundenlang und lauthals t\u00f6nt die Stimme eines auf Hindi Kommunizierenden im Wechsel mit einer Frauenstimme am anderen Ende der Leitung. Selbstverst\u00e4ndlich \u00fcber den Lautsprecher, sonst k\u00f6nnten wir ja gar nicht Teil des Spektakels werden. Irgendwann ist es dann aber auch genug. Allerdings k\u00f6nnen auch Zurufe der Schlafens Willigen den guten Kunden der Telekommunikationsindustrie nicht stoppen. Irgendwann gebe ich mich meinen Tr\u00e4umen in diesem immer gleichklingenden Singsang hin.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um drei Uhr w\u00e4lze ich mich dann bereits wieder in der Aufwachphase. Den Wecker habe ich auf vier Uhr gestellt. Dieses Kribbeln, die Vorfreude vor einem Lauf dringt jetzt aber schon bis in die letzte Daune meines Schlafsacks. Ich ergebe mich und widme mich dem allt\u00e4glichen Vorstartritual: Gehwol Fusskrem schmieren, reichlich Sonnencreme auf alle freien Hautpartien, Morgenhygiene, Laufsachen an, Schuhe anst\u00e4ndig schn\u00fcren. S\u00e4mtliche Dinge der Nacht werden in einer Tasche verpackt, die w\u00e4hrend der kommenden Stunden das Dach eines unserer Begleitfahrzeuge schm\u00fcckt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Marhi, dem Startort, ist es so fr\u00fch am Morgen noch sehr ruhig. Die endlose Reihe der Teestuben am Strassenrand liegt im Dunkeln. Einzig aus einer dringt bereits Licht. Es ist gleichzeitig die Verpflegungsstelle der 50 und 80 Kilometer L\u00e4ufer, die allesamt diesen Checkposten bereits passiert haben. Zum Gl\u00fcck haben sie noch gen\u00fcgend Verpflegung \u00fcbriggelassen. Was es so fr\u00fch, ja fast noch in der Nacht in Indien zum Essen gibt? Landestypisch Reis, Dhal (Linsen), gebratene Kartoffeln mit K\u00fcmmel und Chai, dem klassischen Milchtee, der uns, wenn immer vorhanden, st\u00e4rkt. Ja, es gibt auch noch Toastbrot und Honig o.\u00e4. Ich ziehe aber die rustikale Speisenvariante vor.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14526\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/wasserfassen-high-5.png\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/wasserfassen-high-5.png 960w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/wasserfassen-high-5-600x228.png 600w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/wasserfassen-high-5-300x114.png 300w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/wasserfassen-high-5-768x292.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/>Dann geht es schnell. Vishwas, der leitende Veranstalter ruft zu einer imagin\u00e4ren Startlinie. Eine St\u00fcck Kunststoffband. Dunkelheit weicht bereits klaren Licht bei wolkenlosem Himmel. Die zehn L\u00e4ufer, sechs Jungs von der Indian Navi, j\u00fcngster 23, \u00e4ltester 45, Vero aus Frankreich, Roro aus S\u00fcdafrika, Lalu, Bosch Ingenieur aus Bangalore und ich. Das kleine Feld, oder sollte man eher sagen diese lose Zusammenkunft vereinzelter, bereitwilliger Masochisten, zieht sich schnell auseinander. In den ersten Kurven tippele ich mit zwei jungen Navi Guys. Einer, Ashish, sprintet mit jedem Meter Zusehens davon, der andere, Shorav, bleibt bei mir.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf den ersten sechzehn Wettkampfkilometern zelebriert die Natur sofort gnadenlose Diversit\u00e4t. Rundherum unber\u00fchrte Bergwelt, aufragend bis auf 6&#8217;000 Meter. Bei Start im Morgengrauen erleuchtet die aufgehende Sonne die Himalaya Kette in orange-Rot T\u00f6nen. Weiter oben das strahlende Weiss des Rohtang Passes. Dieser strategisch wichtige Berg\u00fcbergang wird auch als Wasser- und Wetterscheide bezeichnet. An den s\u00fcdlichen H\u00e4ngen des Himalaya stauen sich die feuchten, monsunartigen Luftmassen. In diesem Jahr wird das besonders deutlich. Nach sp\u00e4tem Schneefall im Mai wurde die Strasse erst eine Woche vor dem High 5 vom Schnee befreit. F\u00fcr die L\u00e4ufer ein Spektakel. Durch bis zu sechs Meter hohe Schneew\u00e4nde f\u00fchrt die Laufstrecke. Die Wetterkapriolen am Rohtang Pass sind der Hauptgrund, warum der Leh-Manali-Highway nur w\u00e4hrend drei Sommermonaten befahrbar ist.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Einmal quer durch den Himalaya<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weiter oben bei etwa 3\u2018600 Meter habe ich den Sprinter eingeholt. Erste Starter der 80-Kilometer-Kategorie sind zum \u00dcberholen bereit. Ein st\u00e4ndiges Hin und Her gibt es immer noch mit meinem anderen Begleiter. Shorav, ebenfalls einer der Navi Guys, zieht immer wieder an mir vorbei, um im n\u00e4chsten Moment ins Gehen zu wechseln. So kann ich wieder ein paar Meter auf ihn rausholen. In Ulle \u2013 Armstrong Manier an der Alpe du Huez. Die Sonne strahlt jetzt bereits mit voller Power \u00fcber den Pass. Mein Mitstreiter atmet schwer. An seiner K\u00f6rpersprache kann ich erkennen, dass er am Limit ist. H\u00f6he 3\u2018800 Meter. Die Strasse schl\u00e4ngelt sich in engen Serpentinen durch die schneebedeckten Gesteinsfelder.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">An einem etwas steilerem St\u00fcck schl\u00e4gt Shorav vor, hier doch besser zu gehen. Ich erwidere: du gehst deine Geschwindigkeit, ich meine. Und ich beschleunige kurz. Et voil\u00e0, eine L\u00fccke tut sich auf. In der n\u00e4chsten Kehre erkenne ich im Blickwinkel, dass er weiter abreissen lassen muss. Den Sprinter sehe ich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr. Ohne grossartige Tempoversch\u00e4rfung, einfach durch Konstanz und Geduld habe ich sie in die Knie gezwungen. Aber der Tag ist ja noch lang.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14519\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/schnee-high-5.png\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/schnee-high-5.png 960w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/schnee-high-5-600x228.png 600w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/schnee-high-5-300x114.png 300w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/schnee-high-5-768x292.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/>Immer wieder geht es nun durch Wasserlachen, die vom tauenden Schnee die Strasse \u00fcberqueren. Teils kn\u00f6cheltief. Die ersten Autos schleichen sich gegen sieben Uhr bereits von hinten heran. Noch keine Touristenkutschen, die Ausfl\u00fcgler sitzen derweil noch gem\u00fctlich im St\u00e4dtchen Manali beim Fr\u00fchst\u00fcck, bevor sie sich in die abgetragenen Achtziger-Jahre Skioveralls zw\u00e4ngen, um am Rohtang Pass ihr lebenspr\u00e4gendes Foto im Schnee zu machen. \u00dcbrigens: einer der Navi Jungs hat auch noch nie (!) Schnee in echt gesehen.\u00a0Erlebnisse werden hier auf allen Ebenen garantiert!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Fahrzeuge, die fr\u00fchmorgens bereits unterwegs sind, bef\u00f6rdern die H\u00e4ndler zu ihren W\u00fchltischen am Strassenrand. Emsig wird alles aufgebaut, bevor sich die Tourikarawane Richtung Passh\u00f6he in Bewegung setzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eines der Autos muss es dann \u00fcbertreiben, w\u00e4hrend es mich mit z\u00fcgigem Tempo \u00fcberholt. Die F\u00fcsse sind soundso bereits gefroren nach den Wasserdurchquerungen. Dieser Fahrer setzt aber noch einen drauf: exakt neben mit trifft er mit voller Wucht eine Pf\u00fctze und spritzt mir das kalte Nass von der Seite h\u00fcfthoch an. Ich schnaube vor Wut und rufe ihm noch ein paar W\u00fcnsche hinterher.\u00a0 Soweit ich mich erinnern kann, habe ich ihm alles, ausser einen sch\u00f6nen Tag gew\u00fcnscht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit jedem H\u00f6henmeter fallen die Schritte schwerer. Noch ist ein Rennen m\u00f6glich. Der Rohtang Pass ist gerade einmal mit 3&#8217;980 Metern vermessen. Das soll f\u00fcr die kommenden Marathons als Aufw\u00e4rmtraining dienen. Und doch sorgt die absolute H\u00f6he bereits f\u00fcr Schwindel und leichten Kopfschmerz in der vorderen Stirnh\u00f6hle.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Oben angelangt, erkenne ich einen unserer Kameraleute. Gefilmt wird, was das Zeug h\u00e4lt. Und da auch der \u00fcberm\u00fctige Fahrer. Ich lasse es mir trotz Wettkampf nicht nehmen, ihm mein Missfallen pers\u00f6nlich mitzuteilen. Ok, Entschuldigung seinerseits. Akzeptiert. Noch schnell ein Erinnerungsfoto und weiter geht die Reise ins sich \u00f6ffnete Lahaul und Spiti Tal.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14507\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/dhaba-high-5.png\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/dhaba-high-5.png 960w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/dhaba-high-5-600x228.png 600w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/dhaba-high-5-300x114.png 300w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/dhaba-high-5-768x292.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/>Tagesziel in indischer Manier<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Einzelne Teilnehmer wanken selbst auf dem ewig bergab f\u00fchrenden Teilst\u00fcck bis zum Tagesziel. Die Sonne dr\u00fcckt am Vormittag bereits m\u00e4chtig. Von nun an sind Wolken rares Gut. Regen oder Schnee fallen w\u00e4hrend der warmen Monate fast nie. Temperaturen bis zu dreissig Grad Celsius sind keine Seltenheit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gem\u00fctlich cruisend geht es im lockeren Laufschritt die Serpentinen hinab. Die Strasse ist in ausgezeichnetem Zustand. Hier und da mal der Asphalt an der talw\u00e4rts liegenden Hangseite abgebrochen, bergw\u00e4rts \u00fcberzieht stellenweise immer noch eine dicke Schneedecke eine Fahrspur.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vor Khoksar, bei Kilometer 35 dann das lang erwartete Man\u00f6ver von hinten. Ashish, der Sprinter war pl\u00f6tzlich wieder da. Ich bin hier der Oldie und diese Jungs haben die H\u00e4lfte Lebenszeit auf dem Buckel und in den Beinen. Mit leichtem Laufschritt tippelt er an mir vorbei. Ob der Kopf das ausgleichen kann? Die kommenden Tage sollen es zeigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14516\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/muede-high-5.png\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/muede-high-5.png 960w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/muede-high-5-600x228.png 600w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/muede-high-5-300x114.png 300w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/muede-high-5-768x292.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/>Bergab lief es ihm wesentlich besser. In sauberem Strassenlaufstil macht er schnell einige hundert Meter gut. Nach \u00dcberqueren einer Br\u00fccke am Chanab Fluss geht es die verbleibende Strecke mehr oder weniger eben bis zum Ziel. Aber nur mehr oder weniger. Immer wieder wird der Lauffluss durch leichte Kuppen unterbrochen. Weit vor mir kann ich Ashish mit h\u00e4ngenden Schultern die leichten Kuppen marschieren sehen. Er hat den Laufschritt beim Herauf verlassen, w\u00e4hrend ich konstant mein Tempo rennen kann. Bergab zieht er dann wieder an und enteilt mir. Ich kann in seinem Augenwinkel die Verwunderung erkennen, wenn ich ihn dann jeweils wieder \u00fcberhole.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Prozedere nimmt erst ein Ende, als ein schwarzer Pickup neben mir auftaucht und mich nach meinen Kilometerstand fragt. Ich kann Baba, einen der Organisatoren erkennen. \u201e43.2 Kilometer\u201c, ist meine Antwort. \u201eOhhh, dann stopp hier!\u201c, seine Ansage. Ich schaue ihn verwundert an. \u201eAber\u2026 wo ist denn die Ziellinie f\u00fcr die Tagesetappe?\u201c \u201eHier\u201c, entgegnet Baba aus dem Pickup. 4.30 Stunden stehen zu Buche. Ging doch recht anst\u00e4ndig \u00fcber den ersten Pass.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Baba springt aus den Fahrzeug und der Fahrer gibt Gas, um den Sprinter einzuholen und ihm die Botschaft des erreichten Tageszieles mitzuteilen. Er hat von dem spontanen Entscheid nichts mitbekommen. War auch ein etwas abrupter Abbruch. Indisches Organisationstalent as it\u2019s best. Ich mag diese unverhofften Momente. Die l\u00e4chelnde Spontanit\u00e4t. In unserem durchgeplanten Leben sind diese Sichtweisen abhandengekommen. Es muss nicht immer alles genau, exakt, ordentlich und wie erwartet pr\u00e4zise vonstattengehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich kann dar\u00fcber nur schmunzeln. Die Streckenl\u00e4nge war f\u00fcr alle gleich. Und je l\u00e4nger ein Lauf hier draussen, umso mehr Genuss in einmaliger Natur. Frei jeglicher Bewertung liege ich auf dem roten Filzboden eines lokalen Teppichh\u00e4ndlers, der an seinem offenen Stand auf kaufkr\u00e4ftige Klientel wartet. Ungl\u00e4ubig beobachtet er mich bei Dehn\u00fcbungen. Hinterfragt er? Ich denke, er nimmt die Situation einfach hin. Gelassen.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Auf zu ungew\u00f6hnlichen H\u00f6hen<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ab der zweiten Etappe wird es trostloser. Eine hochw\u00fcstenartige, von Steinen und losem Schutt dominierte Landschaft ersetzt saftiges Weideland. Und doch hat das Laufen hier seinen Reiz. Am Baralacha La, bei 4&#8217;900 Meter, werden Grenzen aufgezeigt. Die sich \u00fcber die Schotterpiste hinaufqu\u00e4lenden, farbenfrohen indischen Trucks verspr\u00fchen schwarze Russwolken, weit entfernt jeglicher Abgasnormen. Zusatzbelastung f\u00fcr die Alveolen, die den ohnehin schon eingeschr\u00e4nkten Gasaustausch in der Lunge mit starkem Brennen quittieren. Auch wegen dieser Art Herausforderung, den Grenzbereich des Menschenm\u00f6glichen auszuloten, betreiben wir Sport. Aussenstehende w\u00fcrden dies als Extremsport bezeichnen. Und doch gibt es gerade nichts Sch\u00f6neres, als die bunten Gebetsflaggen am Pass\u00fcbergang im tiefen, kr\u00e4ftigen Himmelsblau flattern zu sehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14505\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/checkposten-high-5.png\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/checkposten-high-5.png 960w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/checkposten-high-5-600x228.png 600w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/checkposten-high-5-300x114.png 300w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/checkposten-high-5-768x292.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/>Der Tag beginnt mit einer Schrecksekunde. Bei der Anfahrt nach Zing Zing Bar lauert die wahrscheinlich gr\u00f6sste Gefahr der gesamten Laufwoche. Der Ort, bestehend aus ein paar Dhaba\u2019s, den typischen Strassenrestaurants mit Dhal Bat und Maggi Nudelsuppen im Angebot, und einer Strassenbau Kolonie, klingt eher nach einer einschl\u00e4gigen thail\u00e4ndischen Strandbar. Unsere Transportkutschen stoppen. Bei \u00d6ffnen der T\u00fcren ist ein lautes Donnern und Grollen zu h\u00f6ren. Die Strassenbauarbeiter reden aufgeregt immer lauter durcheinander. Auf einem losen Kieshang kommt ein Felsbrocken mit gesch\u00e4tzten zwei Metern Durchmesser auf uns zugerollt. Niemand weiss so richtig, wo hinrennen, da der Koloss mit jedem Aufprall seine Richtung \u00e4ndert. Der Ruhepuls erreicht hier bereits Maximalniveau. Es liegt nicht in unserem Einfluss, was jetzt passiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und dann, mit einem kr\u00e4ftigen Ruck, verkeilt sich der Brocken an anderem Gestein. Tiefes Durchatmen. Die Gefahr ist auf nat\u00fcrliche Weise gebannt. Nochmal gutgegangen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unser Tagesgesch\u00e4ft startet kurz vor acht Uhr. Die Sonne brennt vom wolkenlosen Himmel, als Vishwas das Startsignal gibt. Puhhh, die ersten Schritte fallen schwer. Die Lunge ist noch nicht bereit f\u00fcr tiefe Z\u00fcge. Wir sind hier gerade mal auf 4&#8217;100 Meter. Heute soll an der 5\u2019000er Marke gekratzt werden. Das kann ja heiter werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aus fr\u00fcheren Wettl\u00e4ufen in diesen H\u00f6henlagen weiss ich, dass nur Ruhe hilft. Nicht \u00fcberpacen, kontrollierte Schritte. Einer der Mitstreiter st\u00fcrmt nach dem Start ungest\u00fcm los. Nach wenigen hundert Metern ist der Ausreisser aber wieder gestellt. W\u00e4hrend des ganzen Tages werde ich ihn nicht mehr sehen. Die zehn Starter verlieren sich schnell in ihrem eigenen Rhythmus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Szenerie wird jetzt immer spektakul\u00e4rer. Rundherum schneebedeckte Gipfel um die 6&#8217;000 Meter. Immer wieder geht es durch eiskaltes Wasser. Der schmelzende Schnee macht sich in fl\u00fcssiger Form auf der Strasse breit. Kn\u00f6cheltief. Erfrischend. Nicht dar\u00fcber nachdenken. K\u00e4lte ist nur ein Gef\u00fchl. Das l\u00e4sst sich ausblenden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Strassenbelag hat unter dem vergangenen Winter gelitten. Den Asphalt weggesp\u00fclt, bildet grober Schotter die Fahrbahn. PKW, die sich auf den Weg Richtung Ladakh machen, setzen immer wieder mit weit mehr als nur der Auspuffanlage auf den herausragenden Felsen auf. Ich bin absolut froh, hier nur zu Fuss unterwegs zu sein. Die Freiheit der Bewegung wirkt tief befriedigend.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf diesem Streckenabschnitt begleitet mich Shorav, wie bereits gestern. Je n\u00e4her wir dem Pass kommen sp\u00fcre ich, dass er M\u00fche hat mitzuhalten. Ich will das Tempo aber auch nicht reduzieren, f\u00fcr mich passt es. Und so reissen jeweils L\u00fccken bei den Anstiegen auf, die der Marinejunge auf den langen Geraden wieder schliessen kann. Erst kurz vor dem Pass gelingt mir ein hochgebirgstaugliches Man\u00f6ver und er muss endg\u00fcltig abreissen lassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14513\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/guesthouse-high-5.png\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/guesthouse-high-5.png 960w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/guesthouse-high-5-600x228.png 600w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/guesthouse-high-5-300x114.png 300w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/guesthouse-high-5-768x292.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/>Diese Einsamkeit, mit mir selbst in einer unwirtlichen Gegend zu sein, treibt mich immer wieder zu irgendwelchen Laufveranstaltungen in diese abgelegenen Ecken unseres Planeten. Es ist weder Abenteuersucht oder Erlebnishascherei. Vielmehr die st\u00e4ndige Suche nach versteckten Winkeln des Ich\u2019s. Diese Areale, die im Alltag unergr\u00fcndbar bleiben, kehren sich hier in absoluter Leere an die Oberfl\u00e4che. Aussergew\u00f6hnliche Belastungen unseres Systems zeigen Seiten auf, die sich in Routinen nicht darstellen. Wollen wir die \u00fcberhaupt erforschen? Ich will!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kleiner Triumph des Tages: als Erster erreiche ich die Passh\u00f6he. Hier und da warten ein paar indische Touristen auf ein Selfie. Das kann dann auch schonmal in minutenlangen Zeremonien ausarten, bis jedes Familienmitglied an der Reihe war. Was soll\u2019s. Alles Teil des Erlebnisses. Als Dank gibt es unz\u00e4hlige L\u00e4cheln.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Es l\u00e4uft nicht immer wie geschmiert<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Baralacha La ist mit 4\u2019850 Metern schon mal eine Hausnummer. Da soll in den n\u00e4chsten Tagen noch einiges mehr an H\u00f6he kommen. Wieder leichter Schwindel und einsetzendes Kopfweh in der vorderen Stirnh\u00f6hle. So mache ich mich auf den Weg nach unten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Von Laufschritt in dieser H\u00f6he keine Spur. Ich wanke und weiche den indischen Trucks aus, die sich gef\u00e4hrlich nahe an mich heranwagen. Mit Hubkonzert und wildem Winken zollen sie mir ihren Respekt. Das n\u00fctzt mir aber nix, wenn ich den Tag hier oben nicht \u00fcberlebe. Risiken bestehen nicht nur aufgrund der H\u00f6he. Schon wenige Meter weiter unten spiegelt sich das wahre Gesicht des Leh-Manali Highways wider. Ein Torso eines verunfallten Lastwagens liegt wie aus der Schrottpresse zusammengedr\u00fcckt auf dem Dach neben der Strasse.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Irgendwann, so ab 4&#8217;600 Meter finde ich zur\u00fcck in einen Laufschritt. Ich bin allein unterwegs. Von meinen Mitl\u00e4ufern keine Spur. Zeit, die Umgebung genauer unter die Lupe zu nehmen. Wunderbare Natur. Lose Sandh\u00e4nge in gelb, lila, braun, gr\u00fcn. Schroffe Kegel fr\u00fcherer Erdrutsche. Rundherum schneebedeckte Gipfel. Dazu strahlend blauer Himmel. Hin- und hergerissen schwanke ich zwischen der Kraft der Berge und der Zerbrechlichkeit der Natur.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14504\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/baralachala-high-5.png\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/baralachala-high-5.png 960w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/baralachala-high-5-600x228.png 600w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/baralachala-high-5-300x114.png 300w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/baralachala-high-5-768x292.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/>Immer wieder \u00fcberholt ein Fahrzeug unseres Begleitteams. Die Verpflegung w\u00e4hrend des Events ist durch Begleitfahrzeuge sichergestellt. Exakt alle f\u00fcnf Kilometer wartet ein Fahrer, oft begleitet durch freiwillige Helfer oder das Mediateam am Strassenrand mit Snacks und Getr\u00e4nken. Langeweile kommt aber auch zwischen diesen Checkposten nicht auf. Die vorbeifahrenden lokalen Reisenden sind sehr redselig und begeistert von uns Sportlern. Nicht selten wird um ein Selfie gebeten. Auch mit Applaus und aufmunternden Worten wird nicht gespart.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Je weiter der Weg nach unten f\u00fchrt, desto heisser wird es. Eine Minikrise erwischt mich bei Kilometer siebenundzwanzig. Im Zwiegespr\u00e4ch mit mir selbst entscheide ich, dieser keinen Raum zu lassen. Weiter geht es abw\u00e4rts. Immer wieder springt jemand von der Media Crew auf die Strasse f\u00fcr den ultimativen Shot. Aus dem Wettkampf heraus soll ein kurzes Filmchen entstehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach Kilometer vierunddreissig \u00f6ffnet sich die Landschaft. Das Tal weitet sich und wird flacher. Mental eine Herausforderung. Die bunten, in hohem Tempo vorbeirasenden Trucks, sind in zwei, drei Kilometer Entfernung immer noch sichtbar. Gr\u00fcnes Grasland rundherum. Strassenarbeiter d\u00f6sen in der unbarmherzig gleissenden Mittagssonne.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mein System hat sich wieder normalisiert. Also, die Atmung funktioniert scheinbar wieder tiptop. Der schwache Kopfschmerz hat die Stirnh\u00f6hle verlassen. Ab in den Laufschritt und weiter geht&#8217;s. Vor Sarchu erscheinen rechts und links der Strasse die ersten Camplager. Swiss Tents werden diese Zelte, meist Doppelbelegung mit eigenem WC genannt. Mir ist nicht bewusst, dass es solche in der Schweiz irgendwo gibt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14518\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/sandpiste-high-5.png\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/sandpiste-high-5.png 960w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/sandpiste-high-5-600x228.png 600w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/sandpiste-high-5-300x114.png 300w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/sandpiste-high-5-768x292.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/>Von hier sind es noch drei Kilometer bis zur Tagesziellinie.\u00a0 Vishwas und Mediacrew warten bereits mit dem Banner am virtuellen Zielbogen. Geschafft, 5.37 Stunden auf der Uhr. War kein einfacher Tag. Die erste richtige H\u00f6henpr\u00fcfung. Bis auf die kurzen Alarmsignale am Pass hat der K\u00f6rper gut mitgearbeitet. Nach und nach tr\u00f6pfeln weitere Teilnehmer ein. Alle gezeichnet von H\u00f6he und Sonne.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gleich vier Situationen sind mir von der heutigen Etappe h\u00e4ngengeblieben. Der Steinschlag, die Trucks, die fast \u00fcber die F\u00fcsse fahren. Die unglaublichen Eindr\u00fccke rauer Natur und wer da noch Freiraum f\u00fcr Gef\u00fchle hat, die leichten Probleme mit der H\u00f6he.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Beim zweiten Marathon soll f\u00fcr einige Teilnehmer bereits Endstation sein. Die ungewohnte H\u00f6he verursacht Alarmsignale der akuten Bergkrankheit. Starke Kopfschmerzen, Schwindel, \u00dcbelkeit, Erbrechen, leichte Atemnot und verminderte Leistungsf\u00e4higkeit sind nur einige Beispiele f\u00fcr Symptome. Werden diese nicht beachtet, kann das f\u00fcr die Beteiligten fatale Folgen haben. Der Veranstalter ist sehr um das Wohl eines jeden L\u00e4ufers besorgt. Es folgen unweigerlich: Herausnehmen aus dem Rennen, Versorgung in einem naheliegenden Milit\u00e4rkrankenhaus und schneller Transport in tiefer liegende Gebiete. Leider hat es beide Starterinnen erwischt. Auch in diesem Jahr wird sich keine Premieren-Finisherin in die Rangliste eintragen.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14511\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/gata-loop-high-5.png\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/gata-loop-high-5.png 960w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/gata-loop-high-5-600x228.png 600w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/gata-loop-high-5-300x114.png 300w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/gata-loop-high-5-768x292.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/>\u00dcberleben als Ziel<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00dcberhaupt Rangliste. Wird bei solch einem Abenteuerwettkampf gegeneinander gek\u00e4mpft? Es geht vielmehr um Zusammenarbeit, damit alle gesund und mit letztem Einsatz das Ziel erreichen. Ellbogen weichen Solidarit\u00e4t. Gemeinsam macht Sport mehr Spass. Vielleicht ist es auch das Bewusstsein um die lebensfeindliche Umgebung, dass das kleine H\u00e4ufchen Starter und Helfer w\u00e4hrend des Wettkampfs n\u00e4her zusammenr\u00fccken l\u00e4sst. Eine Zweckgemeinschaft auf Zeit. W\u00e4hrend des Wettkampfes wurde weder eine Rangliste ver\u00f6ffentlicht noch \u00fcber Zeitabst\u00e4nde gesprochen. Und es war uns egal. Dem Miteinander war das nur dienlich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Tag drei soll gem\u00e4ss Veranstalter der h\u00e4rteste Tag werden. Die anstehenden zweiundvierzig Kilometer f\u00fchren \u00fcber zwei furchteinfl\u00f6ssende P\u00e4sse, den Nakee La, 4\u2019930 Meter und den Lachalung La, 5&#8217;053 Meter. Es gilt umso mehr, seinen Rhythmus zu finden und auf die Signale des K\u00f6rpers zu h\u00f6ren, von Laufschritt in diesen H\u00f6hen keine Spur. Zum Wanken kommt ab und zu der rettende Sprung vor den vorbeibrausenden LKW an den Strassenrand. Gefahren lauern nicht nur aufgrund knappen Sauerstoffs. Immer wieder zeigt sich das wahre Gesicht der H\u00f6henstrasse. An den Abh\u00e4ngen verrosten die \u00dcberreste verunfallter Vehikel.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach kurzem Transfer stehen wir am Fusse der Gata Loops. Einundzwanzig zu \u00fcberwindende Kehren mit 500 H\u00f6henmetern. Von 4&#8217;160 hinauf auf 4&#8217;660 Meter. Wir sind nun offiziell in Ladakh angekommen. Die imagin\u00e4re Grenze zwischen den indischen Bundesl\u00e4ndern haben wir bei der kurzen Anfahrt am Morgen passiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14522\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/suffering-high-5.png\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/suffering-high-5.png 960w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/suffering-high-5-600x228.png 600w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/suffering-high-5-300x114.png 300w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/suffering-high-5-768x292.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/>Die Umgebung erinnert an weit entfernte Marslandschaften. Atemberaubend im wahrsten Sinne. Die Sandpiste wirbelt losen Staub auf. Willkommen in der W\u00fcste. Dieser Sektor des Leh-Manali-Highway war Teil der alten Seidenstrasse. Wir sind in Ladakh angekommen, dem Land der hohen P\u00e4sse. Neben der Umgebung ver\u00e4ndern sich auch die Menschen. Die tibetisch-mongolische Abstammung l\u00e4sst sich nicht nur an den Gesichtern ablesen. Auch in Brauchtum und Ern\u00e4hrungsgewohnheiten sind wir mitten im Himalaya gelandet. Haben uns eine der urspr\u00fcnglichsten Gegenden der Welt erlaufen. Ein ganz besonderer Flecken Erde. Die wahren Werte unseres Daseins lassen sich hier wieder einmal bestens erfahren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ab Start konnte ich gleich beginnen zu rennen. Es ging erstaunlich gut. Die H\u00f6he war nicht sp\u00fcrbar. Bin ich bereits akklimatisiert? Wohl kaum, daf\u00fcr braucht es wesentlich mehr Zeit. Bis zu vier Wochen braucht der K\u00f6rper f\u00fcr eine anst\u00e4ndige Umstellung. Nach wie vor gilt es, sensibel auf alle Warnrufe zu achten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach einigen Kehren blicke ich in den Serpentinen nach unten. Durch langsamen, aber konstanten Laufschritt konnte ich bereits einen betr\u00e4chtlichen Vorsprung rausgelaufen. Keiner wollte oder konnte mitgehen. Ich war im Genussmodus. Es ging irgendwie leichtf\u00fcssig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach weiteren Kurven \u00fcberholen die Fahrzeuge mit den ausgeschiedenen L\u00e4ufern auf dem Weg nach Leh. Darin auch beide 480 Kilomater Starter. In Sarchu, nach etwa der H\u00e4lfte der Strecke war Schluss f\u00fcr beide. Die Cut-Off Zeit war einfach zu knapp. Von Tr\u00fcbsal allerdings keine Spur. Viele l\u00e4chelnde Gesichter, aufmunternde Worte und Applaus schwappen mir entgegen. Sie tragen mich f\u00f6rmlich die Strasse hinauf. Ich bin immer noch am Rennen. Die H\u00f6he war hier noch absolut nicht pr\u00e4sent.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Oben angekommen nach dreizehn Kilometern nimmt mit fortschreitender Tageszeit der Verkehr zu. Zwei Radfahrer \u00fcberholen mich. US-Amerikaner auf dem Weg nach Leh. Kurzer Smalltalk. Es soll nicht die letzte Begegnung mit den beiden sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14520\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/schwindel-high-5.png\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/schwindel-high-5.png 960w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/schwindel-high-5-600x228.png 600w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/schwindel-high-5-300x114.png 300w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/schwindel-high-5-768x292.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/>Es geht weiter rauf. Kurz vor dem Nakalee Pass bei 4\u2019930m habe ich die beiden Radler wieder \u00fcberholt. Bergan bin ich einfach schneller ohne Zusatzgewicht eines Zweirades. F\u00fcr den Rest des Tages habe ich sie nicht wiedergesehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">An der Passh\u00f6he Helfer und Rennleitung. Zwanzig Kilometer sind Geschichte. Stopp f\u00fcr Fotos und Videodreh. Es ist bereits heiss. Lasst mich weiter. F\u00fcnf Kilometer Downhill warten. Herrlicher Downhill. Mit Blick auf den n\u00e4chsten Knaller. Ab dem Verpflegungspunkt in Whiskey Nala (ja, der Ort heisst so. Es gibt auch Brandy Nala, wenn dir das besser mundet \ud83d\ude09) beginnt der Anstieg zum 5&#8217;053 Meter hohen Lachalung La Pass. Grausamer Verkehr. Langgezogene Kehren mit freiem Blick zur\u00fcck ins Tal. Nur der Pass will und will nicht kommen. Dann endlich ein Verpflegungsposten in Sicht. Und von hier sind es nur noch 500 Meter bis zur Passh\u00f6he.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das \u00fcbliche Prozedere. Fotos. Filmsequenzen. W\u00e4hrend des Events hat die Media Crew \u00fcber 12&#8217;000 (!) Bilder geschossen. Weiter, immer weiter. Die Strasse wird mit jedem Kilometer schlechter. Das grosse Ziel bleibt es, nicht von einem Truck erwischt zu werden. Mehrmals der rettende Sprung zur Seite. Immer wieder Fahrzeugskelette an den Abh\u00e4ngen. Die mit Sand \u00fcberzogene Strasse wirbelt feinen Staub auf, der sich in der Lunge festsetzt. Zus\u00e4tzlich zur H\u00f6he eine weitere Einschr\u00e4nkung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14517\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/sandpassage-high-5.png\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/sandpassage-high-5.png 960w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/sandpassage-high-5-600x228.png 600w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/sandpassage-high-5-300x114.png 300w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/sandpassage-high-5-768x292.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/>F\u00fcr den verbleibenden Streckenabschnitt bietet eine atemberaubende Schlucht die volle Vielfalt des Himalaya. Eine Farbenflut, grobe Gesteinsformen, weggesp\u00fclte Strassenabschnitte. Immer tiefer geht es in den Canyon, erinnernd an Bilder aus dem grossen Bruder in den USA. Rechts und links spriessen steil Sandsteinw\u00e4nde schier unendlich in die H\u00f6he.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach genau 42.2 Kilometer dann die Ziellinie. Das muss man dem Veranstalter lassen, die Distanz hat er, bin auf den ersten Tag, absolut im Griff.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wieder ein kurzer Transfer ins n\u00e4chste Dorf. Pang heisst der Ort, bestehend aus vielen dieser lokalen G\u00e4steh\u00e4usern. Vorne ein kleines Restaurant mit Terrasse, dahinter in einfachen weiss get\u00fcnchten R\u00e4umen ein paar Betten zu einer Schlaflandschaft zusammengestellt. Mit drei Laufkollegen teilen wir uns solch ein Luxusappartement. Luxus im Vergleich zur vorherigen Zelt\u00fcbernachtung. Nicht vergleichbar mit westlichen Herbergen. Und doch springt die Gastfreundschaft schnell \u00fcber. Bestens bek\u00f6stigt l\u00e4sst es sich aushalten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei Chai Tee und Dhal, dem typischen Linsengericht k\u00f6nnte man sich dem Moment hingeben. St\u00fcnde nicht ein weiterer Marathon an. Auf die Einheimischen wirken wir wie Getriebene, hetzen durch Raum und Zeit. Dabei scheinen die Uhren hier anders zu ticken. Ja, manchmal stillzustehen. Willkommen in Ladakh, dem Land der hohen P\u00e4sse. Himalaya Lifestyle in reinster Form.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14506\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/cruisen-high-5.png\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/cruisen-high-5.png 960w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/cruisen-high-5-600x228.png 600w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/cruisen-high-5-300x114.png 300w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/cruisen-high-5-768x292.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/>Es muss nicht immer steil sein im Himalaya<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Nacht war gut. Ruhig. Schlafbar. Angenehme Temperatur in unserer Kemenate. \u00dcberhaupt ist es trotz H\u00f6henlagen jenseits der 4&#8217;000 Meter unglaublich mild. Nachts f\u00e4llt das Thermometer selten unter f\u00fcnf Grad Celsius und tags\u00fcber sind es dann gut f\u00fcnfundzwanzig Grad. Ohne schattenspendenden Bewuchs unter stahlblauem Himmel brennt das schon ordentlich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und so stehen wir auch am heutigen Morgen, vor dem Start zur vierten Etappe, bereits um 7.30 Uhr in strahlendem Sonnenschein, ein St\u00fcck ausserhalb von Pang, auf einer 360 Grad Rundumblick spendenden Hochfl\u00e4che. Fotomotive mit vielen Details. Klare Luft. Keine St\u00f6rfaktoren sp\u00fcrbar. Nur die drei vorangegangenen Tage in den Knochen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Moray Plains heisst dieser Teil des Himalaya. Ungew\u00f6hnlich im Hochgebirge f\u00fchrt die Strecke des vierten Tages flach durch ein weites Hochtal. Steppenartig \u00f6ffnet sich die Landschaft. Nomaden haben sich rechts und links der Strasse niedergelassen. Schafe, Ziegen, K\u00fche und Pferde weiden auf wenig ergiebigem Grasland. Unser Fokus gilt dabei dem sturen Abspulen von Kilometern. Der Blick reicht bis in weite Entfernung. Motivation ist anders. Aber auch hier \u00fcberwiegt das innere Gl\u00fccksgef\u00fchl. Die Strasse befindet sich immer noch auf einer H\u00f6he von 4&#8217;500 Metern. Kein Grund zu \u00fcberm\u00e4ssiger Freude verbunden mit Sauerstoffvergeudung. Das Gef\u00fchlsbarometer zeigt tendenziell aber aufw\u00e4rts. Der K\u00f6rper kommt immer besser mit der d\u00fcnnen H\u00f6henluft zurecht. Das geht nicht allen Teilnehmern so. Ein Weiterer wird heute seine Startnummer deponieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Meine Strategie f\u00fcr den heutigen Tag sieht vor, einen lockeren Trainingslauf zu absolvieren. Einfach mal lostippeln und konstant auf der mehrheitlich flachen Strecke in durchschnittlichem Tempo die Landschaft geniessen. So erreiche ich schnell den ersten Checkposten nach f\u00fcnf Kilometern. So schnell oder viel kann man gar nicht essen und trinken, wie hier Nachschub bereitsteht. Dankend winke ich bei der Frage, was ich ben\u00f6tige, ab. Wie an vielen Verpflegungspunkten sonst auch. Und so kommt sp\u00e4ter Vishwas auf mich zu und fragt, was ich eigentlich zu mir nehme. Sie haben mich nie etwas essen gesehen. Am\u00fcsiert erl\u00e4utere ich ihm meine Ern\u00e4hrung w\u00e4hrend eines solchen Laufevents.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14508\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/dhal-bat-high-5.png\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/dhal-bat-high-5.png 960w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/dhal-bat-high-5-600x228.png 600w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/dhal-bat-high-5-300x114.png 300w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/dhal-bat-high-5-768x292.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/>Neben einem kohlehydratreichen Getr\u00e4nkemix habe ich Trockenobst, einen Riegel und ein Reserve-Gel dabei. Dazu reichlich Wasser. In Verbindung mit einem guten Fr\u00fchst\u00fcck reicht das f\u00fcr eine Marathondistanz. Der Magen ist so viel weniger belastet. Bei ausreichend trainierter Fettverbrennung geht der K\u00f6rper an die eigenen Reserven. Und davon haben wir genug. Im Anschluss an den Lauf wird dann umgehend wieder aufgef\u00fcllt. Mit Proteinen, Fetten und Kohlehydraten. Am besten auf nat\u00fcrliche Art. Mittels einer schmackhaften Suppe oder eben Dhal Bat. Das beinhaltet alle Stoffe, die wir ben\u00f6tigen. Ein Recovery-Shake ist auch immer im Gep\u00e4ck. Ob dieser tats\u00e4chlich notwendig ist, lasse ich mal so im Raum stehen. Aber das Oberst\u00fcbchen m\u00f6chte ja auch positiv befriedigt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den Moray Plains komme ich gut voran. Es herrscht wenig Verkehr. Pl\u00f6tzlich f\u00e4llt mir etwas auf: Vogelgezwitscher. Das habe ich seit Manali nicht mehr vernommen. Etwas erschrocken blicke ich mich um. Ich kann die gefiederten Freunde nicht ersp\u00e4hen. Aber sie sind da. Beruhigend zu wissen, dass Leben hier oben m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich kann nicht mehr sagen, an welchem Moment auf der Strecke, aber irgendwann erreichen mich vier Radler von hinten. Die zwei Amerikaner sind nun zu dritt. Dazu hat sich noch ein weiterer pedalierender Reisender gesellt. Mit lauten &#8222;Hopp Schwiiz, hopp Schwiiz, immer wiiter&#8220; feuert er mich auf Schwiizerd\u00fctsch an. Keine Ahnung, woher er von meiner Wahlheimat weiss. Motivation und ein L\u00e4cheln gibt es mir auf jeden Fall.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-14503 size-large\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/header-high-5-1024x389.png\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"389\" srcset=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/header-high-5-1024x389.png 1024w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/header-high-5-600x228.png 600w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/header-high-5-300x114.png 300w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/header-high-5-768x292.png 768w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/header-high-5-1536x584.png 1536w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/header-high-5.png 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/>Hans aus Liechtenstein, wie er mir am n\u00e4chsten Verpflegungspunkt erz\u00e4hlt, als er auf mich wartet, ist f\u00fcr ein paar Wochen in Ladakh mit dem Mountainbike unterwegs. Danach zieht er weiter nach S\u00fcdafrika. Er mag diese Art des Reisens und hat keinen Zeitdruck. Mit Anfang 60 hat er f\u00fcr sich entschieden, seinen Arbeitsprozess zu beenden und sich f\u00fcr ihn angenehmeren Dingen zu widmen. Und dazu geh\u00f6rt es, die Welt auf dem Zweirad zu erkunden. Mit all seinem Gep\u00e4ck sieht er aus, als h\u00e4tte er seine gesamte Wohnung um den Rahmen drapiert. Gut gelaunt schiesst er zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt im Geleit der Amerikaner wieder von hinten an mir vorbei.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Umgebung ist heute eher eint\u00f6nig. Vermeintlich. Sch\u00f6n, aber kaum Abwechslung. Bis links auf sp\u00e4rlichem Gr\u00fcn eine Schafherde auftaucht. Und kurze Zeit sp\u00e4ter das dazugeh\u00f6rige Nomaden Camp. Ziegen, Schafe, Hunde. Ein Zeichen f\u00fcr das ladakhische Hochland, dass wir nun erreicht haben. Sonnenkollektoren an den weissen Yurten der Wanderhirten, kleine Grabeg\u00e4rten und aus Weidenruten geflochtene Z\u00e4une, darin all die Tiere, Kinder. Vor den H\u00fctten steht nicht selten ein 4&#215;4. Wir sind zur\u00fcck in urbanen Gefilden. Was muss es f\u00fcr ein Leben sein. Ich versuche mich in diese Umst\u00e4nde hereinzudenken. Es gelingt mir nicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Genauso f\u00fchle ich mich betrachtet. Was denken diese Menschen \u00fcber uns? Denken sie \u00fcberhaupt \u00fcber uns? Oder geht es tagt\u00e4glich ausschliesslich darum, am Abend eine Mahlzeit auf dem Teppich zu haben. Ich denke, das Letztere trifft am ehesten zu. W\u00e4hrend wir st\u00e4ndig wertend durch das Leben gehen, gibt es Artgenossen, die sich auf das Wesentliche konzentrieren m\u00fcssen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ist es, was mich am Laufen reizt. Reduziert auf basics. Ein Fuss vor den anderen. Etwas Treibstoff nachf\u00fcllen und wir sind in der Lage, unsere Kreatur unendlich fortzubewegen. Du gehst nicht mal eben nur auf eine Laufrunde, wenn du trainierst oder in einem Wettkampf bist. Wir sind geboren, um zu laufen. Die einfachste Art der Weiterentwicklung. Nichts denken. Abschalten. Verlorengehen in den Gef\u00fchlen des Moments.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Debring r\u00fcttelt mich wach. Eine gesch\u00e4ftige Kreuzung, die den Tsomoriri See dem Leh-Manali-Highway nahebringt. Vor acht Jahren bin ich hier auf einer klapprigen Royal Enfield zum See abgebogen. Heute geht es im Laufschritt weiter Richtung Leh.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Etwas ausserhalb von Debring taucht unser Begleitfahrzeug auf. Vishwas und Pushkar, der Verantwortliche der Media Crew begr\u00fcssen mich. Die Ansage f\u00fcr heute ist: Vorbei am Nachtlager und f\u00fcr etwa einen Kilometer der Strasse folgen. Dort eine 360 Gradwende und dann wieder zur\u00fcck, damit wir die Marathondistanz erreichen. Mental wieder eine Herausforderung. Am Tagesziel vorbei und \u00fcber dieselbe Strecke zur\u00fcck.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14514\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/hitzeschlacht-high-5.png\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/hitzeschlacht-high-5.png 960w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/hitzeschlacht-high-5-600x228.png 600w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/hitzeschlacht-high-5-300x114.png 300w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/hitzeschlacht-high-5-768x292.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/>Als die Organisatoren mich sehen, springen sie in den Kleinwagen und fahren zum Wendepunkt. Sobald ich diesen passiert habe, \u00fcberholen sie mich wieder und spannen bereits das Zielbanner f\u00fcr die Etappe. In der Hitze flimmern die nicht n\u00e4her kommend wollenden weissen Kalksteinh\u00fctten. Nach \u00fcber viereinhalb Stunden dann das ersehnte Tagesziel. Ersch\u00f6pft sacke ich am Strassenrand auf den Asphalt. Die flachste, und doch am meisten fordernde Etappe ist zu Ende.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Pushkar konfrontiert mich mit einer Frage, \u00fcber die ich so noch nicht nachgedacht habe. Seit dem zweiten Tag sei ich in F\u00fchrung liegend. Ob mir das beim Laufen im Kopf herumschwebt. Ohne lange zu sinnieren kann ich ihm da eine Antwort geben. Absolut nicht. Jeder Tag stellt einen neuen Anspruch dar. Egal was gestern war, jetzt z\u00e4hlt nur die Gegenwart. Ich bin hier, um mir diese Strasse zu erlaufen. Auch als Letzter im Klassement w\u00fcrde ich das zelebrieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie schnell es gehen kann, zeigt sich am Beispiel des Mitstreiters Harsh. Er hat einen \u00fcblen Tag. In der Nacht kaum geschlafen, ohne Power schleppt er sich \u00fcber die Strecke. Irgendwo noch vor Kilometer dreissig entscheidet der Veranstalter, ihn aus dem Rennen zu nehmen. Er kommt kaum noch vorw\u00e4rts, will aber unbedingt finishen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Er sieht nicht gut aus, als er unseren Standort erreicht. Es gibt nur eine L\u00f6sung: sofort ins Auto und ab ins tiefer liegende Leh. Dort gibt es entsprechende medizinische Betreuung. Ich hoffe, ihn morgen nach dem Rennen dort in besserer Verfassung wiederzusehen. Ich kann vorwegnehmen, dass das nicht m\u00f6glich sein wird. Harsh muss drei Tage im Hospital verbringen, bis er wieder vollst\u00e4ndig fit ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Verbleiben nur noch sieben. Mehr oder weniger gesund und bereit f\u00fcr den finalen Marathon. Die h\u00e4rteste Pr\u00fcfung wartet. Die \u00dcberquerung des 5\u2018325 Meter hohe Tanglang La, bevor es runter Richtung Ziellinie in Rumtse geht.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>H\u00f6hepunkt auf 5&#8217;325 Meter<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unsere Nachtlager sind ebenfalls Teil der Strasse. Einfache Blech- oder Lehmh\u00fctten, mit \u00abBedroom\u00bb oder \u00abHotel\u00bb gekennzeichnet, erreichen sie keinen 1-Sterne Status unter westlichen Verst\u00e4ndnis. Ein Teppich oder eine kratzige Decke bieten ausreichend Komfort als Bettstatt. Eintauchen, verschmelzen mit lokalen Gegebenheiten geh\u00f6rt zum Reisen. Und auch bei Wettk\u00e4mpfen in der Ferne sollte man sich dem Ergeben. Nur so wird das haftendbleibende Bild in der angemessenen Komposition gespeichert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zweifelsfrei sollte gute Erholung Teil der sportlichen Bet\u00e4tigung sein. Die eingeschr\u00e4nkte Schlafqualit\u00e4t ist aber f\u00fcr alle Beteiligten gleich und somit als Erlebnis abzutun. Auch daran gew\u00f6hnt sich unser System Mensch. Mehr oder weniger regeneriert geht es an den letzten Marathon.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14523\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/tanglangla-high-5.png\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/tanglangla-high-5.png 960w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/tanglangla-high-5-600x228.png 600w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/tanglangla-high-5-300x114.png 300w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/tanglangla-high-5-768x292.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/>Und der hat es noch einmal in sich. Der Tanglang La erwartet uns nach der H\u00e4lfte der Tagesdistanz. Trotz d\u00fcnner Luft treibt uns die Euphorie des bevorstehenden Zieles \u00fcber den Asphalt. Im lockeren Laufschritt, gef\u00fchlt in leichtf\u00fcssigen Trab schwebt es sich spielerisch dem Himmel entgegen. Von aussen betrachtet wohl eher an Taumeln oder schwindeliges Torkeln erinnernd. Wichtig f\u00fcr das eigene Gef\u00fchl ist aber nur, was du sp\u00fcrst. Am h\u00f6chsten Punkt unseres Wettkampfes kann dann auch schon mal eine Freudentr\u00e4ne verdr\u00fcckt werden. Unglaublich. Ein epischer Moment.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Strasse schl\u00e4ngelt sich fast schon mit Understatement in schwacher Neigung von drei bis sechs Grad dem Pass entgegen. Nichts Spezielles unter normalen Bedingungen. In H\u00f6henlagen sieht das dann anders aus. Gegen\u00fcber dem Anstieg am Baracha La blieb ich heute von Kopfschmerzen verschont. Fast schon be\u00e4ngstigt gut ging es. Wie man so sch\u00f6n sagt: ich hatte einen Lauf.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ab und zu mal ein Blick zur\u00fcck auf die weit entfernt liegende Gipfel der Hauptkette des Himalaya. Auf der Strecke kann ich keinen weiteren L\u00e4ufer ausmachen. Der Vorsprung ist zu gross oder meine Augen zu schlecht. Von beiden ein wenig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die f\u00fcnfzehn Kilometer Anstieg verfliegen. Oben am Tempel mit den bunten Gebetsfahnen, der typischen Passdekoration, sehe ich Hans und seine amerikanischen Weggef\u00e4hrten. Sie k\u00f6nnen nicht verstehen, wie man hier herauf noch rennen kann. Nach kurzem Smalltalk st\u00fcrze ich mich in die Abfahrt. Oder heisst es bei L\u00e4ufern in den Ablauf? Solange ich mich nicht in einen Abfluss st\u00fcrze, ist alles gut.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14521\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/strassenschnecke-high-5-1.png\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"365\" \/>Kurz nach der Kuppe muss ich allerdings ins Gehen \u00fcberwechseln. Es ist, als w\u00e4re die Euphorie verflogen. Habe ich mein gesamtes Adrenalin verbraucht? Es ist noch ein weiter Weg bis ins Ziel und ich will dieses in Genussmodus erreichen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Motivation kehrt zur\u00fcck als ich in Ferne die geschl\u00e4ngelten Kurven des Downhills ersp\u00e4he. Die Arme der Asphaltdecke scheinen sich nach jeder Kehre zu ber\u00fchren. Ein wenig wie ein angeschnittener Bl\u00e4tterteig. (was f\u00fcr ein Vergleich, es wird Zeit, dass dieser Bericht hier ein Ende findet). Dieser Strassenabschnitt liegt praktisch vor meinen F\u00fcssen. Und doch zieht es sich noch etwa zehn Kilometer, bis ich die Serpentinen erreiche.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Cruisend geht es wieder gut vorw\u00e4rts. Durch diese Schlangenkurven verliere ich schnell an H\u00f6he. Das Media Team hat ebenfalls Freude. Bilder wie aus der Vogelperspektive sind hier m\u00f6glich. \u00dcberhaupt geben sich die Jungs alle M\u00fche, den Event und uns L\u00e4ufer ordentlich in Szene zu setzen. Ist es st\u00f6rend, permanent vor einer Linse herumzuturnen. Die Anzahl Bilder tr\u00fcgt. Es bleibe jeden Tag ausreichend Freiraum in einsamer Natur. Zeit f\u00fcr Besch\u00e4ftigung mit dir selbst. Nachzudenken \u00fcber die Zuneigung zu diesem Flecken Erde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich bin zur\u00fcck. Himachal Pradesh und Ladakh. Wie hat sich diese Liebe entwickelt?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2015 w\u00e4hrend des Jahrhunderterdbebens in Nepal h\u00e4tte ich in Kathmandu ein vier Wochen dauerndes Volunteer Programm an einer Schule machen k\u00f6nnen. Nachdem Kathmandu und das gesamte Tal stark vom Erdbeben getroffen wurden, gab es andere Sorgen als einen Auszeitsuchenden aufzunehmen. Alternativ fand ich \u00fcber eine Suchmaschine Informationen \u00fcber das ehemalige K\u00f6nigreich Ladakh. Ein Hidden Place, den es zu erkunden galt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kennt ihr diese Kindheitstr\u00e4ume? Berichte von weit im Amazonas zur\u00fcckgezogenen V\u00f6lkern, von D\u00f6rfern im Himalaya, die nur w\u00e4hrend einiger Monate Kontakt zur Aussenwelt haben oder von Gegenden und Landstrichen, in denen noch nie ein Mensch war. Schon als Kind \u00fcbte das einen grossen Reiz auf mich aus. Ich wollte diese isolierten Orte sehen. Mir selbst ein Bild davon machen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein unbeschreibliches Gef\u00fchl, wenn man sich dann wieder irgendwo mit sich allein f\u00fchlt. Fernab unseres Alltags. Eintauchen in Fremde. Beobachten. Lernen. Adaptieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14510\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/finishline-high-5.png\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/finishline-high-5.png 960w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/finishline-high-5-600x228.png 600w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/finishline-high-5-300x114.png 300w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/finishline-high-5-768x292.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/>An der finalen Ziellinie schwingt dann fast schon etwas Wehmut mit. Bereits am Ende dieser unglaublichen Herausforderung angekommen. Einmalige Erfahrungen gesammelt. Keine Grenzerfahrungen, da bleibt immer noch etwas Luft nach oben, im wahrsten Sinne dieses Hochgebirgsabenteuers. Von Ersch\u00f6pfung keine Spur. Das k\u00f6nnte jetzt jeden Tag so weitergehen. Es gibt doch nichts Sch\u00f6neres, als sich dem hinzugeben, was man am liebsten macht. Mit allen damit einhergehenden Umst\u00e4nden. Der High 5 hat auf 210 Kilometern Hochgef\u00fchle ausgel\u00f6st und langfristig hinterlassen. Genau wie der legend\u00e4re Leh-Manali-Highway.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei der abschliessenden Zeremonie im Garten eines G\u00e4stehauses in Leh wurden alle Teilnehmenden geb\u00fchrend geehrt. Jeder einzelne hat sein Bestes gegeben und herausragende Leistungen erbracht. Diese besondere Strasse hat uns ihre Z\u00e4hne gezeigt. Wir haben uns davon nicht beeindrucken lassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und dann ist es auch Zeit f\u00fcr eine numerische Beurteilung unserer Leistungen. Nackte Zahlen: mit 26.35 Stunden konnte ich einen neuen Streckenrekord aufstellen. Auf den Zweitplatzierten ergab sich ein Vorsprung von eineinhalb Stunden nach den f\u00fcnf Marathons. Ein Wimpernschlag auf unsere Lebenszeit gerechnet. Was wichtiger wiegt: jede Minute, die wir L\u00e4ufer hier verbracht haben, allein auf dem Asphalt oder gemeinsam nach Lauf-Feierabend wirkt lange nach. Ein einmaliger Laufevent in unbarmherziger Umgebung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14524\" src=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/thanks-high-5.png\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/thanks-high-5.png 960w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/thanks-high-5-600x228.png 600w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/thanks-high-5-300x114.png 300w, https:\/\/maikbecker.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/thanks-high-5-768x292.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/>Ein grosses Lob dem Veranstalterteam von <a href=\"https:\/\/thehellrace.com\/\">The Hell Race<\/a> um Vishwas. Sie haben es geschafft, mit viel Hingabe und stets dem notwendigen Sicherheitsgedanken einen Event der besonderen Art auf die L\u00e4uferbeine zu stellen. Wird es ein Wiedersehen auf dem Leh-Manali Highway geben? Es gibt da ja noch den Hell Ultra, die 480 Kilometer umfassende K\u00f6nigsstrecke\u2026<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Photo Credits &#8222;The Hell Race&#8220; und &#8222;ACTREME&#8220;<\/p>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row][vc_column][vc_column_text el_class=&#8220;&#8220; css=&#8220;&#8220;] Der Leh-Manali-Highway im Norden Indiens taucht immer wieder in den Aufz\u00e4hlungen der gef\u00e4hrlichsten Strassenverbindungen der Welt auf. 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